3D-Drucker: Die besten Geräte für Einsteiger

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So sieht ein 3D-Drucker in Aktion aus. (Foto: Wikipedia)

Noch vor nicht allzu langer Zeit waren 3D-Drucker nur etwas für Profis. Inzwischen sind fertig zusammengebaute Modelle auch für Einsteiger erschwinglich und vor allem bedienbar. Hier eine Auswahl der besten Geräte für Anfänger.

3D-Drucker – Nicht mehr nur für Tüftler

Zu kaufen gibt es 3D-Drucker zwar schon seit geraumer Zeit. Wer jedoch glaubte, sofort loslegen zu können, wurde oft enttäuscht. Auch ein Profi musste zuerst einmal einige Zeit aufwenden, bis der Drucker so funktionierte wie gewünscht. Nicht nur der Zusammenbau und die ersten Einstellungen des 3D-Druckers erforderten etwas Können. Auch bis das Druckergebnis den eigenen Vorstellungen entsprach, war viel Ausprobieren und Recherchieren in diversen Foren nötig. Ganz so kompliziert ist der 3D-Druck im Jahr 2015 nicht mehr. Es haben sich wesentliche Faktoren geändert. Zum einen drängen immer mehr Hersteller mit neuen Geräten auf den Markt. Das heißt die Auswahl an 3D-Druckern ist so groß wie nie. Dieser Wettbewerb führte auch dazu, dass die Preise um ein gutes Stück gesenkt wurden. Zum anderen werden mehr Modelle als früher nicht nur als Bausatz, sondern auch komplett zusammengebaut angeboten. Das reduziert den Zeitaufwand doch deutlich. Wer sich also für 3D-Drucker interessiert, aber bisher von Preisniveau und Komplexität abgeschreckt wurde, kann sich freuen. Bleibt nur noch die Frage: Welches der angebotenen Einsteigermodelle ist das richtige für mich und für meinen Geldbeutel? Generell sollte man darauf achten, dass der 3D-Drucker sich schon am Markt etabliert hat. Zu häufig verwendeten 3D-Druckern findet man sehr leicht Tipps im Internet. Wichtige Leistungsmerkmale sind die Druckgeschwindigkeit und die Positionierungsgenauigkeit. Die druckbare Objektgröße ist teils sehr unterschiedlich – hier sollte man genau hinschauen. Zudem wird zwischen fertigem Drucker und Bausatz unterschieden. Für Einsteiger ist auch der Preis ein wichtiges Entscheidungskriterium. Wir stellen euch hier einige interessante 3D-Drucker für unter 1000 Euro vor.

Klein, aber fein: Der Up Mini PP3DP von Tchibo

Der Up Mini PP3D(Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=iWYXo6eMOXM)

Der Up Mini PP3D. (Bild: YouTube)

Ja, ihr habt richtig gelesen: Der Kaffeeröster Tchibo bietet seit Ende 2014 einen 3D-Drucker an. Gebaut wird der Up Mini PP3D vom chinesischen Hersteller PP3DP. Eine Gemeinsamkeit zwischen dem 3D-Drucker und Kaffee gibt es aber dennoch: Der Mini-3D-Drucker ist in etwa so groß wie ein Kaffeevollautomat. Aus seiner Düse kommen allerdings keine Getränke, sondern Objekte mit einer Größe von bis zu 12,5x12x12 Zentimetern. Dieses mögliche Volumen der druckbaren Objekte ist somit niedriger als bei den meisten Modellen. Die Qualität der Druckerzeugnisse soll allerdings sehr ordentlich sein. Dieser Drucker ist klar für Einsteiger konzipiert, die den 3D-Druck kennenlernen möchten. Mit einem Preis von um die 600 Euro ist dieser fertig zusammengebaute 3D-Drucker vergleichsweise günstig. Mit seiner geringe Größe und einem Gewicht von nur 6 kg ist der Up Mini PP3D zudem sehr handlich und passt auf jeden Schreibtisch.

Ready to Print: Der German RepRap Neo

Der German Rep Rap Neo (Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=rVluxOmm-U4)

Der German Rep Rap Neo. (Bild: YouTube)

Der Neo kommt als nach vorne offener Quader mit den Maßen 33x33x33 Zentimeter. Ein erster Satz des Druckmaterials PLA (Kunststoff) ist bereits enthalten. Nach dem Auspacken und der Einrichtung des Druckers kann man sehr schnell mit dem Drucken loslegen, wie die Bezeichnung Ready-to-Print verspricht. Der Neo druckt Objekte bis zu einer Größe von 15x15x15 Zentimetern und das mit einer guten Geschwindigkeit von 15mm3 pro Sekunde. Einige Nutzer könnte die fehlende Beleuchtung des Druckraumes stören. Für knapp 700 Euro bekommt man mit dem German Rep Rap Neo eine solide Druckqualität zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

3D-Drucker und Scanner in Einem: Der Da Vinci 1.0

da Vinci 1.0

Der Da Vinci 1.0. (Bild: © 2015 Rapid News Publications Ltd)

Aus Taiwan kommt der 3D-Drucker Da Vinci 1.0 auf den deutschen Markt.  Dieser 3D-Drucker ist bereits kalibriert, d.h. der Abstand zwischen Druckplattform und Extruder ist voreingestellt. Im Gegensatz zum Neo verfügt der Da Vinci 1.0 auch über ein Display. Zudem kann er nicht nur Objekte drucken, sondern auch scannen. Der Kunststoff wird hier nicht wie bei anderen Herstellern von einer Rolle abgewickelt, sondern ist in einer Druckkassette enthalten. Wie bei herkömmlichen Druckern können dadurch nur die Original-Kassetten des Herstellers verwendet werden. Die Qualität der gedruckten Objekte ist natürlich nicht so fein wie bei hochpreisigeren Geräten. Dafür ist der Da Vinci sehr schnell startklar und für nur knapp 600 Euro zu haben.

Der 3D-Drucker Robox RBX1 mit Dual-Düsen-System

Der 3D-Drucker Robox RBX1

Der 3D-Drucker Robox RBX1.

Der Robox RBX1 verfügt über zwei Düsen: Eine große Düse für Füllstrukturen und eine kleine Düse für präzise Details. Besonders gelungen ist auch das Design des 3D-Druckers, mit dem der Robox einigen Konkurrenten schon optisch die Show stiehlt. Aber auch einige Zusatzoptionen machen diesen Drucker interessant für ambitionierte Einsteiger: Die eigens entwickelte AutoMaker Software ist sehr benutzerfreundlich konzipiert. Auch die automatische Filamenterkennung vereinfacht den Druckprozess. Beachten sollte man allerdings, dass das Filament nach jedem Druckvorgang zurückgespult werden muss. Dafür ist eine Funktion in der Software vorhanden. Mit knapp 1000 Euro liegt der Robox RBX1 preislich etwas über den oben vorgestellten Modellen. Das ist sicher auch den vielfältigen Optionen geschuldet.

Fazit

3D-Druck für Jedermann – ganz so weit ist es noch nicht. Aber die vorgestellten Einsteigermodelle kommen dieser Vorstellung schon sehr nahe. Sie zeigen, was auch im unteren Preissegment an Optionen erhältlich ist. Ein großer Vorteil dieser Modelle ist, dass sie bereits fertig zusammengebaut – Ready-to-Print – aus der Verpackung kommen. Denn Bausätze verschlingen einige Zeit, bis sie druckfertig dastehen. Diese Zeit möchte ein Einsteiger kaum aufwenden. Schließlich will man so schnell wie möglich loslegen. Das ist prinzipiell mit allen gezeigten Modellen möglich. Man sollte aber nicht davon ausgehen, beim ersten Druck schon ein perfekt gelungenes 3D-Objekt in der Hand zu halten. Dieses Versprechen der Hersteller ist fast immer unrealistisch. Oft ist noch etwas Nachjustieren und Ausprobieren nötig, bis der 3D-Drucker so arbeitet wie gewünscht. Weil sich 3D-Drucken immer breiter durchsetzt, findet man für die gängigen Modelle und häufigen Probleme jedoch problemlos Tipps und Hilfe im Internet. Einem Einstieg in den 3D-Druck steht also nichts mehr im Wege!


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