ASUS Zenbo: ein kleiner Roboter für dein Zuhause!

Für die Kinder im Haushalt ist Zenbo ein guter Freund: er liest ihnen Geschichten vor, spielt Musik ab und kann jederzeit Fotos schießen.

Für die Kinder im Haushalt ist Zenbo ein guter Freund: er liest ihnen Geschichten vor, tanzt mit ihnen und kann jederzeit Fotos schießen. (Screenshot: Youtube.com/Asus)

ASUS nutzte die Computex, um mit Zenbo einen Roboter vorzustellen. Nach „Pepper“ dürfte „Zenbo“ der zweite Roboter sein, der in Privathaushalte einzieht.

Die Roboter kommen: aktueller Stand der Robotik

Roboter sind aus der Industrie heute nicht mehr wegzudenken: der Roboter-Arm, der im Lager Produkte sortiert und verwaltet, oder der Roboter am Flughafen, der Gepäckstücke sortiert, sind nur zwei von etlichen Beispielen. Auch in Medizin und Raumfahrt geht es nicht mehr ohne. Sie erkunden fremde Planeten, aber auch die Unterwasserwelt. Sie bergen Schiffe, entschärfen Bomben – kurzum: Roboter unterstützen die Industrie maßgeblich.

Und auch im privaten Umfeld finden wir mit Staubsauger-, Fensterputz- oder Rasenmäher-Robotern fleißige Helferlein. Viel mehr gibt es da jedoch noch nicht. Das zeigt, dass wir in der Robotik erst mal am Anfang stehen – gerade, wenn wir den Schritt ins Privatleben betrachten.

„Pepper“: Roboter als emotionaler Weggefährte

Mit „Pepper“ war so ein Schritt ins Privatleben schon einmal geglückt. Die ersten 1.000 Exemplare, die das japanische Unternehmen SoftBank entwickelte, waren binnen weniger Minuten ausverkauft.

Pepper ist weltweit der erste emotionaler Roboter, er kann mit Menschen reden und menschliche Emotionen erkennen.

Pepper ist weltweit der erste emotionaler Roboter, er kann mit Menschen reden und menschliche Emotionen erkennen. (Bild: „Pepper (Roboter)“ von Xavier Caré / Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

„Pepper“ wurde als weltweit erster emotionaler Roboter gefeiert: der Roboter kann mit Menschen reden und menschliche Emotionen erkennen. Damit soll der Elektro-Freund eine Art Weggefährte darstellen. Der Run auf „Pepper“ zeigt, dass hier offenbar Bedarf besteht.

ASUS Zenbo: persönlicher Roboter zum „Spottpreis“

Neben dem Beamen dürfte ein persönlicher Roboter zum Traum von vielen Menschen gehören! Nach „Pepper“ wirft nun auch ASUS mit „Zenbo“ einen Roboter auf den Markt, der zu einem Spottpreis von gerade mal 599 US-Dollar angeboten werden soll. Entgegen zu bisherigen Robotern, die es in unsere Privathaushalte geschafft haben, schaut Zenbo genau so aus, wie man sich einen Roboter vorstellt: riesige Augen, ein süßes, ansprechendes, ja fast schon kindliches Äußeres. Was Zenbo alles können soll, zeigt ASUS‘ Film:

Zenbo erinnert also an Termine, kann Rezepte und viele weitere Informationen aus dem Word Wide Web abrufen und erinnert pünktlich an die Medikamenteneinnahme „seines“ Menschen. Über Zenbo lässt sich telefonieren, dafür, fürs Online-Shopping oder sonstige Recherchen wandelt der niedliche Roboter mit seiner kindlichen Stimme seine Augen in ein praktisches Display. Sprach- und Touchsteuerung sind natürlich selbstverständlich.

Für die Kinder im Haushalt ist Zenbo ein guter Freund: er liest ihnen Geschichten vor – nein, er spielt ihnen Geschichten vor. Mit spannenden Quiz- und anderen Spielen wird der Roboter zum echten Freund, und natürlich beschwert sich der Blechfreund auch nicht, wenn Kinder ihre Sorgen und Nöte mit ihm teilen. Musik abspielen und jederzeitiges Fotografieren kann der kleine Blechmann ebenfalls. Die Funktion als Smart Home-Zentrale verleiht Zenbo geradezu übermenschliche Fähigkeiten: du kannst über Zenbo deine Beleuchtung steuern, den TV bedienen und alle Elemente integrieren, über die dein Smart Home verfügt. Das Regulieren der Raumtemperatur auf Sprachbefehl kann der Blechmann genauso bewerkstelligen wie seine Funktion als Küchentimer, Rezepte-Vorleser und hauseigene Überwachungskamera.

Dank Zenbos Hilfe wird das Kochen kinderleicht. Er ließt dir die Rezepte Schritt für Schritt vor.

Dank Zenbos Hilfe wird das Kochen kinderleicht. Er ließt dir die Rezepte Schritt für Schritt vor. (Screenshot: Youtube.com/ASUS)

Die Funktionen existieren bislang körperlos

Alles, was Zenbo kann, können wir heute schon mit anderen Mitteln: Infos aus dem Web suchen wir per Smartphone, Tablet oder – ganz oldschool – am guten alten PC. Kinderspiele finden sich auf Kinder-PCs oder im Internet, geshoppt wird ebenfalls mithilfe dieser Geräte.

Alexa, Google Now, Siri und Cortana können vieles von dem, was Zenbo hier zeigt. Allerdings fehlt ihnen das menschlich wirkende Gesicht und die Möglichkeit, sich frei im Raum zu bewegen. Wie das ASUS-Video zeigt, führen all diese helferischen Tätigkeiten womöglich auch dazu, dass sich Familien künftig um ein Mitglied reicher fühlen – eines ohne Blut, dafür mit Kabeln.

Wie die Verkaufserfolge von „Pepper“ bereits gezeigt hatten, scheint diese Richtung die zu sein, die wir uns wünschen: wir wollen lieber etwas, was ein bisschen an uns selbst erinnert. Der Rasenmäh-Roboter ist optisch ganz weit davon entfernt, zu ihm werden wir nie etwas wie eine persönliche Beziehung herstellen.

Zenbo auf der Computex

Auf der Computex führten die ASUS-Mitarbeiter ihren blechernden Wunderknaben natürlich auch vor. Ganz so reibungslos wie im oben gezeigten Video funktionierte es hier nicht: WLAN-Probleme sorgten dafür, dass einige Anfragen an Zenbo unbeantwortet blieben. Die Spracheingaben verstand der neue beste Freund diverser Familien auch nicht so ganz, was jedoch der höheren Umgebungslautstärke auf der Messe geschuldet sein kann. Sei also nicht zu streng beim Schauen der ASUS-Vorführung:

Emotionaler Roboter für Jedermann: die Zukunft beginnt jetzt

Wenngleich sich hier und da noch einige Probleme mit Zenbo auftun und diverse technische Details noch unklar sind, ist die Richtung doch schon deutlich erkennbar: mit seinem Gesicht kann Zenbo unterschiedliche Emotionen ausdrücken, und das soll beim Konsumenten punkten. Seien wir ehrlich: eine schönere oder niedlichere Smart Home-Zentrale existiert auch noch nicht. All die Funktionen, die Zenbo vereint, machen definitiv Lust auf den heimischen Roboter, der unseren Alltag noch mal kräftig vereinfachen will.

Alexa, Google Now, Siri und Cortana können vieles von dem, was Zenbo hier zeigt. Allerdings fehlt ihnen das menschlich wirkende Gesicht und die Möglichkeit, sich frei im Raum zu bewegen.

Alexa, Google Now, Siri und Cortana können vieles von dem, was Zenbo hier zeigt. Allerdings fehlt ihnen das menschlich wirkende Gesicht und die Möglichkeit, sich frei im Raum zu bewegen. (Screenshot: youtube.com/Asus)

Ich jedenfalls möchte nicht mehr lange darauf warten, einen Roboter für alle Aufgaben und fürs Erhöhen meines Komforts zu nutzen. Von mir aus muss dieser Roboter wahrlich nicht so kindlich gucken, gegen ein anderes Gesicht hätte ich nichts. Denn strahlende Kinderaugen beim Abspülen … na, etwas mehr Realismus wäre hier schön.

Kurzum: Zenbo könnte der gesuchte Meilenstein für künftige Haushaltsroboter sein. Eine vollwertige Haushaltshilfe, die auch noch Kinder bespaßt und das Smart Home nach unseren Wünschen reguliert. Was denkst du:

Bist du reif für die Robolution? Was soll der Roboter alles können, den du als privaten Helfer aussuchst? Magst du das kindliche Gesicht von Zenbo oder darf’s gerne etwas anderes sein? Was wäre für dich persönlich der größte Nutzen eines privaten Roboters?


Starte deine eigene Tekkie-Story


Sag uns deine Meinung!