Diese smarten Start-ups wollen die Welt verändern

Wunderbar relayr

Das IoT-Starter-Kit von relayr in der Form einer Schokolade.

Intelligente T-Shirts fürs Monitoring im Fitness-Bereich, Robotersensoren mit einer Sensibilität, die denen unserer Fingerkuppen gleicht, und Schokostückchen mit Sensoren für die App-Entwicklung: Das waren die Teilnehmer des Start-up-Wettbewerbs CODE_n auf der CeBIT 2015.

“Into the Internet of Things“

Halle 16 zeigte sich auch dieses Jahr als Heimat des Start-up-Wettbewerbs CODE_n auf der CeBIT in Hannover. Dem Motto „Into the Internet of Things“ folgten insgesamt 400 Firmen aus aller Welt. Aus 17 Ländern wurden 50 Finalisten ausgewählt, die ihre Lösungen auf der CeBIT präsentieren konnten. Das vorgestellte Portfolio zeigte sich bunt: Von der Hilfe bei der Parkplatzsuche über Endanwender-Produkte fürs smarte Zuhause bis hin zu Infrastruktur-Diensten für den Sport war alles Mögliche und Unmögliche vertreten.

Smarte Vitalparameter von Kopf bis Fuß

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Kann sämtliche Daten per Bluetooth auf dein Smartphone übertragen. (Foto: Digitsole)

Glagla International, ein französischer Schuh-Spezialist, stellte die Digitsole vor: Die Einlegesohle funkt via Bluetooth an die hauseigene App, die für Android und iOS verfügbar ist. Du kannst dir die zurückgelegte Strecke, die Schritte oder die verbrannten Kalorien anzeigen lassen. In kalten Monaten kannst du dein Android-Smartphone oder iPhone allerdings auch dafür nutzen, dir die Füße heizen zu lassen. Der Hersteller verspricht bei maximaler Heizleistung eine Batterie-Lebensdauer von vier bis sechs Stunden.

Weiter oben am Körper setzt der Mainzer ambiotex mit einem T-Shirt an, das deine Vitalparameter misst. Eingearbeitete Sensoren senden via Bluetooth Herz- und Atemfrequenz des Trägers an die iOS-/Android-App. Dafür ist das Anbringen einer kleinen TechUnit vonnöten, die beim Workout als Bewegungssensor fungiert. Das Shirt ist maschinenwaschbar und soll auch als normales Alltags-T-Shirt herhalten können.

Programmier-Novizen erhalten smarte Unterstützung

Aus Spanien kommt mit dem Aisoy ein „sozial veranlagter“ Roboter, der insbesondere Kinder für die Software-Entwicklung begeistern soll: Das Unternehmen Aisoy Robotics entwickelte den niedlichen Mentor, der in englischer, spanischer, französischer und katalanischer Sprache spricht und Befehle entgegennehmen kann. Kinder sollen per Sprach-Interaktion Spaß am Programmieren finden. Auch das Programmieren in der Programmiersprache Scratch sowie C++ sind möglich. In dem an eine Katze erinnernden Gehäuse von 22 Zentimetern Höhe werkelt ein Raspberry Pi Model B+, Schnittstellen und Sensoren erlauben das Interagieren mit der Umwelt. Unter anderem stecken in Aisoy ein Beschleunigungs- und Touch-Sensor, eine Kamera, sowie ein kleines LC-Display. Aisoy kann seinen Kopf nach links und rechts, die Augen, sowie die Augenbrauen bewegen. Der Spanier wollte eine emotionale Ansprache erreichen, um neue Lernwege zu ermöglichen.

Home, sweet-smart Home

muzzley

Findet deine Gewohnheiten raus, um sich optimal darauf anzupassen. (Foto: muzzley.com)

Die wohl größte Gruppe der IoT-Start-ups auf der CeBIT stammt aus dem Smart-Home-Bereich. Interessanterweise existieren nicht mehr nur jene, die Smart-Home-Lösungen an sich vorstellen, sondern immer mehr, die das Steuern unterschiedlicher Smart-Home-Geräte von verschiedenen Herstellern unter eine Oberfläche bringen möchten. Einer von ihnen ist muzzley: die für iOS, Android und Windows Phone verfügbare App wird mit unterschiedlichen Geräten, etwa von Withings, Nest oder WeMo, verbunden und soll die Gewohnheiten des Nutzers tracken, um die Geräte dann auf die Nutzung abzustimmen. Die App möchte menschliches Verhalten erlernen und künftige Handlungen vorausplanend steuern.

Mit dem System oort vom gleichnamigen polnischen Entwickler sollen ähnliche Dinge möglich sein, allerdings kommen hier auch eigene Produkte, darunter schaltbare Steckdosen sowie fernsteuerbare LEDs, dazu. Die oort-App kannst du als iOS- und Android-User nutzen.

pipesBox-SmartHome-Box-App

Zeigt dir Alles was gerade in deinem Haus passiert. (Foto: pipesbox.de)

Sämtliche Gadgets, Geräte und Webdienste, die du in deinem Smart Home verwendest, möchte PipesBox unter einen Hut bekommen: völlig technologieunabhängig sollen Anwender über eine Art App Store (PipesMarket) sogenannte Pipes, also Anwendungsszenarien, austauschen können. Ähnlich wie bei IFTTT soll auch PipesBox eine Art „Rezepte-Box“ für den individuellen Bedarf darstellen. Diese „Rezepte“, also Heimautomatisierungsideen jedweder Art, landen im PipesMarket, wo sie mit anderen Nutzern geteilt und optimiert werden können. Das System ist sehr offen gehalten. Auch hier kommt ein Raspberry Pi zum Einsatz, außerdem ein Z-Wave-Funkmodul. PipesBox legt den Quelltext größtenteils offen und mithilfe des bereitgestellten SDKs können Entwickler selbst nötige Module und Apps entwickeln.

relayr: du bist so WunderBar!

WunderBar

Das Start-up relayr hat den diesjährigen CEBIT Code_n Award gewonnen.

Der Start-up-Wettbewerb CODE_n auf der CeBIT hatte Vieles zu bieten – aber nur einer kann gewinnen. Das Siegerteam relayr stammt aus Berlin, gründete sich im Herbst 2013 und hatte seine Bewerbung in der Kategorie „Industrie 4.0“ eingereicht. App-Entwickler ebnen sich mit der Idee des Start-ups einen einfachen Weg ins Internet der Dinge: Die „WunderBar“ mag aussehen wie eine Tafel Schokolade, beinhaltet allerdings modernste Sensortechnik. Wie Schokoladenstückchen kannst du einzelne Sensoren, die beispielsweise Feuchtigkeit, Bewegung oder Temperatur messen, abbrechen und an Gegenständen anbringen. Soft- und Hardware finden auf der relayr-Open-Sensor-Cloud-Plattform zusammen, sodass es nun App-Entwicklern möglich ist, ohne Elektrotechnik-Kenntnissen aus einem Smartphone ein Smart Device zu machen. Übrigens: relayrs WunderBar gibt es exklusiv bei Conrad!



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