Mein Tag mit Dr. Werner Conrad

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Herr Dr. Conrad war so freundlich, mir einen Einblick in seinen Arbeitsalltag zu gewähren. Diese Möglichkeit entstand durch meine Neugierde. Wir Azubis können uns nur sehr schwer vorstellen, was ein Geschäftsführer für Aufgaben hat und wie sein Tagesablauf aussieht. So gab mit Herr Dr. Conrad die Chance an drei von seinen Terminen teilzunehmen, um ihn und seine Aufgabe kennenzulernen.

1. Termin: Dr. Conrad an der Kasse

Als Erstes stand eine Schulung des Kassensystems, wie wir es in unseren Filialen nutzen, auf dem Programm, da Herr Dr. Conrad der Meinung ist, dass sich auch die Führungskräfte unseres Unternehmens mit der Welt draußen direkt am Kunden auseinander setzen müssen, um die richtigen Entscheidungen für den Kunden und das Unternehmen zu treffen. So kam er also in die IT und ließ sich von einem Kollegen das Kassensystem in vollem Umfang zeigen und erklären. Erst einmal wurde ihm die Oberfläche des Kassensystems näher gebracht. Es folgten die verschiedenen Zahlungsarten, die Erfassung eines und mehrerer Artikel und auch die Stornierung eines Artikels oder des ganzen Kassenbelegs war ein Thema. Ein weiteres großes Thema war die Rückzahlung, wenn ein Kunde einen oder mehrere Artikel zurückgeben wollte. Nachdem all die Theorie getan war, ging es an die Praxis. Dank ein paar bereitgestellten Testartikeln, war es möglich, dass Herr Dr. Conrad ein paar Kassenvorgänge durchspielen konnte und so auch die letzten Unklarheiten beseitigt wurden.

Im Zusammenhang mit der Kassenschulung erklärte mir Herr Dr. Conrad, wie er sich das Unternehmen Conrad Electronic vorstellt. Er ist der Meinung, dass die Kundenorientierung über allem stehen muss. Egal, in welcher Abteilung man eingesetzt ist oder in welcher Position man ist, man muss das tun, was dem Kunden hilft und wichtig ist und sich deshalb auch in den Kunden hineinversetzen. Er versucht selbst dies vorzuleben und als Vorbild für die anderen Mitarbeiter des Unternehmens zu agieren. Das ist seiner Meinung nach essentiell für das Unternehmen, um weiterhin so beliebt und erfolgreich zu sein.

2. Termin: Kooperationsverhandlung mit einem anderen Unternehmen

Im zweiten Termin ging es um eine Kooperation Conrads mit einem anderen Unternehmen. Hierzu waren Kollegen aus Hongkong zu Gast und es wurde diskutiert wie sich das Unternehmen Conrad eine Kooperation vorstellt und auf was geachtet werden muss, wenn man diese eingeht. Es wurden Artikel präsentiert, welche sich für die Kooperation eignen würden. Die Präsentation, die zu den Vertragsgesprächen vorbereitet wurde, wurde an gewissen Stellen überarbeitet und die Bedingungen für eine Zusammenarbeit wurden festgehalten. Dies war eine interessante Erfahrung für mich, da man sich im alltäglichen Leben als Auszubildender nicht mit solch wichtigen Entscheidungen konfrontiert sieht. Es war interessant zu sehen und zu hören, was zu solch einer Entscheidungsfindung führt und wie viele Punkte dabei berücksichtigt werden müssen.

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3. Termin: Conrad Eigenmarke und passende Lieferanten

Im dritten und letzten Meeting, dem ich beiwohnen durfte, ging es um eine Conrad Eigenmarke und mögliche Lieferanten für unser Unternehmen. Auch die Lagerung dieser Artikel war ein großes Thema. Hier wurde es sehr komplex und es ging tief in die betriebswirtschaftlichen Vor- und Nachteile von verschiedenen Konstellationen und Modellen hinein. Es wurde viel diskutiert und debattiert. Für mich war es als Zuhörer wiederrum sehr spannend, dies alles zu sehen und mit anzuhören.

Mein Fazit

Alles in allem, war die Möglichkeit, die sich mir geboten hat, eine sehr tolle Erfahrung. Ich konnte Herrn Dr. Conrad kennenlernen, die Unternehmensstrategie noch mehr verinnerlichen und vertiefen und ich konnte Erfahrungen sammeln und machen, die vielleicht irgendwann einmal hilfreich sein können und die mir helfen, das Unternehmen und die internen Prozesse besser zu verstehen. Weiterhin muss ich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass ein Tag so vollgepackt mit wichtigen Terminen und Entscheidungen sein kann. Wer also denkt, dass der „Chef“ nichts tut, den kann ich hier eines Besseren belehren. Auch und vor allem die Führungspositionen haben richtig viel zu tun .
Ich kann im Nachhinein nur sagen, wenn sich einem eine solche Möglichkeit bietet, würde ich sie immer nutzen. Denn, wie oft hat man die Chance in einem großen Unternehmen ein paar Stunden mit dem „Chef“ zu verbringen? Richtig! Nicht so oft.

Vorstellung des Autors

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu meiner Person. Ich heiße Lang Maximilian, bin 21 Jahre alt und bin im 2. Ausbildungsjahr als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in der IT/EDV der Firma Conrad Electronic SE tätig.

Hattet ihr schon einmal die Chance mit dem Chef einen Tag zu verbringen? Sollten eurer Meinung nach mehr Azubis diese Möglichkeit erhalten?


Ein Kommentar

  • Franz Schneider sagt:

    Einen Tag mit dem Chef — zum Glück war das nicht sooft der Fall ;)
    Einmal hatte ich meinen dabei wo ein Kollege krank war und ich die Verteilungen von einem Sportcenter von den alten auf die neuen Umklemmen musste – Ergebnis war, dass er die Zuleitung von der Flutlichtanlage nicht richtig angeschlossen hatte – und ne Stunde lang behauptete ich hätte die Verteilung falsch aufgebaut ;)

    Aber es war ein sehr interessanter Bericht @ Maximilian.

    Grüßle Funny

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