Bauelemente

21.08.2012

Elektronischer Würfel – ein Lötbausatz zum Lernen und Spielen

von Peter

Elektronischer Würfel

Eine kleine Platine mit viel Spielspaß

Als ich vor einiger Zeit wieder etwas Ordnung in meinem Hobbykeller bringen wollte, ist mir eine kleine Platine mit ein paar Elektronik-Bauteilen und einigen Leuchtdioden in die Hände gefallen – mein elektronischer Würfel.

Und sofort tauchten alte Erinnerungen wieder auf, als ich den Würfel vor Jahren bei den Einführungsseminaren mit unseren neuen Auszubildenden zusammengebaut habe. Nach dem Motto: „Wer in einer Elektronikfirma arbeitet, sollte auch löten können“, erhielten alle neuen Azubis einen Tages-Crashkurs im Löten. Neben den üblichen „Jetzt löte ich zum Einstig erst einmal ein paar Lötpunkte auf der Lochrasterplatine zu – Aktionen“, war der elektronische Würfel das ideale Übungsobjekt.

Keine Angst, ich werde jetzt hier nicht die elektronische Schaltung beschreiben! Das hat der Schreiber der Aufbauanleitung bereits ausführlich gemacht. Ich will hier nur aufzeigen, dass man nicht unbedingt ein Lötprofi sein muss, um sich an so ein Projekt heran zu trauen. Vorausgesetzt man nutzt die Aufbauanleitung nicht nur als Lötunterlage, sondern liest diese aufmerksam durch.

Lieferumfang

Soviele Teile sind das gar nicht

Ganz schön viel Krimskrams
Wenn man die vielen Bauteile in der Verpackung betrachtet, erscheint die ganze Sache im ersten Moment recht verwirrend. Aber hat man erst einmal mit Hilfe der Aufbauanleitung Widerstände, Dioden, Kondensatoren und die restlichen Bauteile sortiert, ist alles halb so schlimm.

Wenn klar ist wo welches Bauteil hingehört, müssen die einzelnen Teile nur noch in die Platine eingesetzt und verlötet werden. Praktischerweise sollte man da mit den kleinen Teilen (Widerstände und Dioden) anfangen. Für die beiden integrierten Schaltkreise (ICs) sind extra Stecksockel dabei, sodass die ICs nicht direkt in die Schaltung gelötet werden müssen.

Kontrolle

Ein Blick durch die Lupe verrät genau, ob sauber gearbeitet wurde

Kontrolle ist wichtig
Bei unseren Lötkursen hatte ich immer eine Handlupe mit dabei, damit die Azubis (und auch ich) genau erkennen konnten, ob eine Lötstelle korrekt ausgeführt war oder ob es Wackelkontakte und Kurzschlüsse gab. Erst wenn alle Bauteile richtig angelötet waren und der Aufbau noch einmal durch den Azubi komplett geprüft worden war, habe ich die 9 V Block-Batterie verteilt. So konnten alle Teilnehmer des Lötkurses miterleben, ob die Schaltung auch auf Anhieb funktionierte oder nicht.

Von den ca. 25 Bausätzen, die wir in einem Kurs aufgebaut haben, waren einer oder höchstens zwei dabei, die beim ersten Testversuch nicht funktionierten. Kurzschlüsse, Leitungsunterbrechungen oder verkehrt eingebaute Dioden waren oftmals die simplen Ursachen für die Fehlfunktionen, die aber schnell beseitigt werden konnten.

Spielspaß

Nun wird auf Knopfdruck gewürfelt

Der Spielspaß kann beginnen
Beim anschließenden gemeinschaftlichen Spieleabend wurden die Holz- oder Kunststoffwürfel, die den Spielekoffern beilagen, nicht genommen. Stattdessen wurde eifrig und mit viel Freude elektronisch gewürfelt.

Und für alle, die sich an das Thema Löten und Elektronik erst heranarbeiten wollen, kann ich dieses Lötset nur wärmstens empfehlen. Denn neben den erforderlichen Werkzeugen ist auch eine Lötfibel enthalten, die alle Informationen zum korrekten Löten beinhaltet. In Verbindung mit dem elektronischen Würfel ist dieses Set ein ideales Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk.

Ein kleiner Tipp zum Schluss
Wer vor hat, den elektronischen Würfel in einer Jugendgruppe, Schule o.ä. aufzubauen, der sollte sich im Vorfeld einen Bausatz komplett montieren und dabei den Kondensator C1 (10 nF) durch einen bipolaren Kondensator mit ca. 47 µF ersetzen. Der Oszillator läuft dann deutlich langsamer und man kann dadurch die Funktionalität der Schaltung leichter erklären und auch toll demonstrieren. Ebenso wird dann wird auch sehr schnell klar, dass bei laufendem Oszillator die LEDs 2 und 6 pro Durchlauf der sechs möglichen Würfelzahlen nur 1 Mal angesteuert werden und somit beim “normalen” Würfeln etwas dunkler als die restlichen 5 LEDs leuchten. Allerdings zum Spielen ist dieses Exemplar dann eher ungeeignet, weil man ja den langsam laufenden Oszillator bei der benötigten Augenzahl leicht anhalten kann.

Ich wünsche Euch allen viel Spaß beim Löten und Spielen.

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Schlagwörter: Bausatz, Elektronikbausatz, Elektronischer Würfel, Löten, Lötset

2 Antworten zu “Elektronischer Würfel – ein Lötbausatz zum Lernen und Spielen”
  1. avatar Franz Schneider sagt:

    Schöne Idee – zumindest fallen so die Würfel nicht mehr vom Tisch :)

  2. avatar Dirk sagt:

    Super Idee – so bringt man die Jugend spielerisch an das spannende Thema “Leiterplatten” heran. Es ist wichtig, dass die technische Entwicklung immer weiter voran schreitet, aber wenn der Nachwuchs schon so früh anfängt, sollte das kein Problem sein.

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