Gardena smart system: der Sommer kann kommen!

Blog-Gardena-smart-sytem-header-201606Petrus hat es noch nicht ganz mitbekommen, Gardena hingegen schon: der Sommer kann nun langsam kommen, die Gartenpflege übernimmt das Gardena smart system.

Smart gärtnern: das ist das Gardena smart system

Die Vögel zwitschern, wer einen Teich im Garten hat, erlebt langsam die Rufe der Unken und Frösche, Pflanzen und der Rasen sprießen … Kurzum: es ist Sommer, auch wenn der sich wahrlich noch nicht von seiner sommerlichen Seite zeigt. Glücklicherweise ist das Thermometer schon auf Sommer gepolt, nur die Sonne traut sich noch nicht dauerhaft hinter der Wolkenwand vor. Aber völlig unabhängig vom Wetter: im Garten sprießt es und Rasen und Beete wollen gepflegt aussehen.

Die paar Sonnenstunden, die der Sommer bislang zeigte, dafür zu nutzen, sich mit dem Mäher zusammen gegen das hoch gewachsene Gras anzulegen, scheint fast schon Verschwendung von Lebenszeit zu sein. Mähroboter haben deshalb schon einige für sich entdeckt, man sieht sie immer häufiger in Vorgärten. Smart sind die Mäh-Helfer jedoch noch nicht.

Und hier setzt Gardena an: der Garten-Gerätehersteller hat mit dem Gardena smart system ein Bundle aus Gateway inklusive App, dem Mähroboter Smart Sileno beziehungsweise Smart Sileno+ und dem Bewässerungssystem „Smart Water Control“ mit „Smart Sensor“ geschaffen. Die „Zukunft des Gartens“ sieht für Gardena so aus:

Gardena smart system: so funktioniert’s

Die einzelnen Gardena smart system-Komponenten stehen im Funkkontakt mit dem Gateway, also dem Eintrittstor ins World Wide Web. Über die Gardena-App für dein Smartphone kannst du von überall aus zugreifen. Die Wetterdaten werden vom „Smart Sensor“ geliefert – das Wässern deines Gartens wird mit dem aktuellen Wetter abgestimmt.

Ist Petrus also wieder mal zum Heulen, bleibt die Bewässerung aus, ist das Wetter sonnig, legt das Gardena smart system mit der Bewässerung los. Mähroboter und Bewässerungssystem stimmen sich übers Gateway drahtlos ab – die Bewässerung startet logischer Weise erst nach dem Mähen. Über das Smartphone kannst du kontrollieren, was da in deinem Garten vor sich geht.

smart SILENO+ – der Mähroboter von Gardena

Über die Gardena-App kannst du den Mähroboter von Tablet oder Smartphone aus steuern. Deine einzige Aufgabe: bevor es losgehen kann, solltest du den Begrenzungsdraht verlegen, um dem Roboter zu signalisieren, wo er abbiegen sollte. Alles andere erledigt SILENO+ selbstständig: innerhalb der Begrenzung mäht der Gartenhelfer, schwächelt der Akku, findet er die Ladestation selbstständig. Sind die Mähmesser nach geraumer Zeit stumpf, teilt dir der Mähroboter dies per App mit.

Die App kannst du auch nutzen, um das Mähen zu starten, um den Mähroboter zu seiner Basisstation zurückzuschicken, um Zeitpläne für das Mähen deines Gartenrasens anzulegen oder um dir eine Karte anzeigen zu lassen, die bereits abgemähte Flächen aufzeigt.

Sileno existiert in zwei Versionen: die Einsteigerversion schafft bis zu 1.000 qm Rasenfläche und Steigungen bis 35 %, die Profivariante Sileno+ ist auf maximal 1.300 qm ausgelegt und schafft ebenso Steigungen bis 35 %. Zusätzlich dazu erkennt das gute Stück aber auch die Rasenhöhe und passt darüber seine Mäh-Intervalle eigenständig an. Du kannst dem Sileno+ also einen Intervall vorgeben, erkennt der Mähroboter dann jedoch, dass das Mähen unnötig ist, reagiert er auf Wunsch entsprechend. Das ist praktisch für den Stromverbrauch und den Verschleiß.

smart Water Control – das Bewässerungssystem von Gardena

Gardena smart Water Control soll das Wassermanagement optimieren: du kannst mithilfe der App selbst definieren, in welchen Intervallen dein Garten bewässert wird. Wahlweise kannst du in Zeitplänen feste Abstände einstellen oder auch mal ganz spontan bewässern. Auch kannst du die Aktivitäten des Bewässerungssystems mit den Messwerten abstimmen, die der Gardena smart Sensor auswirft. So geht’s:

smart Sensor – das smarte Garten-Auge von Gardena

Bodenfeuchte, Außentemperatur und Lichtverhältnisse: diese Daten sendet der smart Sensor vom Gardena smart system an die App an dein Endgerät. Du hast immer die Möglichkeit, entsprechend dieser Daten zu reagieren und deine smarten Geräte wahlweise in den Urlaub oder an die Arbeit zu schicken – praktisch: beim Arbeiten nörgelt auch niemand.

Gardena smart system: die Technik hinter der Technik

Das Gateway arbeitet derzeit ausschließlich mit hauseigenen Geräten von Gardena zusammen, es soll jedoch beizeiten so geändert werden, dass es sich auch mit RWE SmartHome versteht. Diese noch eingeschränkte Kompatibilität ist auch der wohl größte Nachteil des Systems: Kompatibilität zu anderen Herstellern würde das Gartenerlebnis sicher noch mal erhöhen und sicherlich erlauben, noch mehr herauszuholen.

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Das Gateway ist zudem auf die Cloud angewiesen, die wahlweise per LAN oder WLAN angesteuert wird. Aus Datenschutzgründen zweiteilt Gardena: sämtliche Frontend-Daten packt der Gartenexperte auf Amazons Web Services-Server, alle persönlichen Daten finden in einem Rechenzentrum in Nürnberg Platz. Zum Server wird über einen VPN-Tunnel; zwischen Komponenten und Gateway verschlüsselt kommuniziert.

Zugegeben: Datenschützer werden zu Recht fragen, warum denn das Nürnberger Rechenzentrum nicht für alle Daten genutzt werden – richtig wichtig finden wir jedoch, dass die sensiblen Daten so gut wie möglich geschützt sind und nicht auf Amazons Servern landen. Damit sind wir bei Nachteil Nr. 2: Amazon ist wahrlich nicht für den sicheren Umgang mit Daten bekannt.

Gardena smart system – die Zukunft des Gartens?

Ist das Gardena smart system sinnvoll? Ist das „die Zukunft des Gartens“, wie der Hersteller wirbt? – Wir finden die Idee genial, denn mal ehrlich: all die Stunden, die man mit Rasenmähen und bewässern verbringt, lassen sich doch eigentlich viel sinnvoller nutzen. Sei es, dass man lieber eine Radtour unternimmt, gemütlich mit Freunden grillt (und dafür vorher unbedingt das Bewässerungssystem pausieren lässt) oder einfach die Füße hochlegen und den Geräten bei ihrer Arbeit zuschauen will – das ist alles Lebenszeit.

Ein solches System ist nur dann sinnlos, wenn Menschen aus Leidenschaft gerne mähen und bewässern. Zu unserem Leidwesen gehört unser Nachbar zu solchen Exemplaren: wer täglich den Rasenmäher schaukelt, um dabei nach der Arbeit etwas zu entspannen, wird sicher nicht viel von Gardena und dem smart system halten. Dabei wäre es für uns als Nachbarn wirklich grandios, würde er sich umentscheiden: der Lärmpegel wäre endlich so, dass auch wir unseren Garten nutzen könnten.

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Das ist – neben der Lebenszeit – ein riesiger Vorteil an Mährobotern im Allgemeinen und dem Gardena-Mähroboter im Besonderen, denn der trägt seinen Namen nicht umsonst: der „Sileno“ soll auf maximal 58 dB(A) kommen. Zum Vergleich: viele gängige Rasenmäher beginnen bei einer Lärmentwicklung von 84 dB(A), einige schaffen sogar mehr als 92 dB(A) (Quelle: Rasenmäher-Vergleich auf gartencenter.de). Für unser Empfinden ist das Gardena smart system also ein gelungenes Bundle, um die Gartenarbeit smarter werden zu lassen.

Man mag womöglich der Idee verfallen, der Mähroboter sei alleine bereits die Anschaffung schlechthin. Dann allerdings geht der Sinn des Ganzen verloren: die wasser- und damit kostensparende Möglichkeit, den Rasen automatisch und in Abstimmung mit dem Wetter bewässern zu lassen, um ihn anschließend durch den Mähroboter zu trimmen, um so nach kurzer Zeit einen herrlich gepflegten Rasenteppich zu schaffen, auf dem dann echte Erholung möglich ist. Wenn die Kompatibilität des Systems beizeiten noch erhöht werden würde, um auch Komponenten anderer Hersteller einzubinden, würde das das System perfektionieren.

Was denkst du:

Ist das Gardena smart system auch etwas für deinen Garten? Oder bist du so durch und durch Gärtner, dass du nicht aufs Rasenmähen und Bewässern verzichten möchtest?


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