Freizeit & Fitness

02.08.2012

Geocaching: Moderne Schatzsuche via GPS versüßt uns den Sommer

von Gastautor

Günter Hertlein
Einkauf Navigation

Hallo liebe Blog-Leser! Es ist ein Freizeitspaß für Groß und Klein, der mitunter schon die klassische Schnitzeljagd ablöst: Dabei kann Geocaching seine Spieler auch auf einen entlegenen Alpengipfel oder eine mittelalterliche Burg führen. Mitmachen kann jeder, der wetterfeste Kleidung und einen GPS-Empfänger besitzt. Und genau das macht das Geocaching so beliebt.

Geocaching: Ein beliebter Freizeitsport

Ein guter Orientierungssinn und Lust auf Querfeldein-Wanderungen sind Voraussetzung fürs "Caching".

In jedem von uns steckt ein kleiner Schatzsucher. Und spätestens beim Garten-Umgraben träumt doch jeder mal davon, zufällig auf einen vergessenen Goldschatz zu stoßen. Oder? Ob auch der US-Amerikaner David Ulmen solchen Gedanken nachhing, ist nicht bekannt. Aber in jedem Fall gab er am 3. Mai 2000 den Startschuss zu einem neuen Outdoor-Spaß, der mittlerweile Millionen Menschen auf der ganze Welt fasziniert: Geocaching.

Basis des Geocaching ist das Satelliten-Navigationssystem GPS, das in seiner Präzision lange Jahre ausschließlich vom amerikanischen Militär genutzt wurde. Denn für zivile Anwendungen wurden künstlich Fehler eingebaut, sodass die Genauigkeit auf rund 100 Meter beschränkt war. US-Präsident Bill Clinton beendete schließlich diese Zweiklassengesellschaft, sodass ab dem 1. Mai 2000 auch zivile Dienste vom Global Positioning System, kurz GPS, profitieren konnten.
David Ulmen feierte das auf seine Art und Weise:
Er versteckte einen Topf mit Sender in einem Wald bei Portland, legte noch ein Logbuch und eine Spielzeugfigur hinein und veröffentlichte die Daten in einer Newsgroup. Wer den Behälter findet, sollte sich ins Buch eintragen und einen kleinen Gegenstand zum Tauschen mitbringen, so die Regel.

Bereits einen Tag später war der erste Logbuch-Eintrag dokumentiert und innerhalb weniger Tage wurden weitere Verstecke in anderen Bundesstaaten und sogar in Australien im Netz veröffentlicht. Innerhalb nur eines Monats war eine neue Freizeitbeschäftigung etabliert, deren Regeln so einfach wie genial sind und daher noch heute Gültigkeit besitzen.

In einer wasserfesten Plastikbox befinden sich das Logbuch und die Tauschgegenstände

Der "Schatz".

Heute warten über 100.000 Schätze in Deutschland darauf, gefunden zu werden!

Als “Schatz” werden heute meist wetterfeste Kunststoffdosen oder ähnliches verwendet, in denen der Sender, ein Logbuch und ein paar kleinere Gegenstände zum Tauschen Platz finden. In Deutschland sind derzeit rund 100.000 Behältnisse versteckt, deren Positionen auf Internetseiten wie geocaching.com oder geocaching.de hinterlegt sind. Weil die Suche oftmals global angelegt ist, sind viele Beschreibungen in englischer Sprache verfasst. Um mitzumachen, ist es lediglich notwendig, sich auf der jeweiligen Seite mit einem Profil zu registrieren. Weltweit sind sogar über eine Millionen Caches versteckt.

Verschiedene Schwierigkeitsstufen
So groß die Bandbreite der Geocacher, so unterschiedlich sind auch die Schwierigkeitsstufen. Während bei Kindergeburtstagen die Schatzsuche meist im benachbarten Wald endet, ist für regelmäßige Geocacher oft auch der Weg das Ziel. Der Reiz liegt darin, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und zum Ziel zu gelangen. Die „Belohnung“ besteht dann nicht nur in einem Eintrag ins Logbuch, sondern nicht selten auch in dem Genuss eines landschaftlich einmaligen Panoramas. Berichte von Geocachern ähneln daher oft auch Reiseberichten.

Einen ersten Hinweis, was den Geocacher erwartet, sollte in jedem Fall schon die grobe Beschreibung liefern, die zur Bekanntgabe der GPS-Koordinaten dazugehört. Denn nur so kann der Geocacher sich auch mit der notwendigen Ausrüstung auf den Weg machen.

Garmin eTrex 10 Outdoor GPS

Outdoor-Navi Garmin eTrex 10 Outdoor GPS: Ein wichtiges Utensil für die Schatzsuche.

Die richtige Technik
Wichtigstes Utensil ist natürlich der GPS-Empfänger. Hier haben sich vor allem die Geräte von Garmin durchgesetzt, die sowohl einen zuverlässigen Empfang gewährleisten, als auch wetterfest sind. Von Garmin gibt es inzwischen viele spezielle Geocaching-Geräte wie zum Beispiel das Garmin eTrex 10 Outdoor GPS, auf denen nicht nur die Koordinaten gespeichert werden können, sondern auch die Beschreibungen.

Grundsätzlich sind alle Geräte so ausgestattet, dass sie via USB für die Datenübertragung an einen Rechner angeschlossen werden können. Je nach Geräteausstattung ist ein Kompass integriert; mit anderem Zubehör lassen sich die Empfänger praktisch in einer Gürteltasche oder mit einem Karabiner an der Hose befestigen. Daneben sollte ein Geocacher mit der angemessenen Outdoor-Kleidung und festem Schuhwerk in sein Querfeldein-Abenteuer gehen und für alle Fälle ein Multifunktionswerkzeug und einen Kugelschreiber oder Bleistift in der Tasche haben. Denn ohne den abschließenden Eintrag ins Logbuch ist die Schatzsuche nur halb so viel Wert. Tipps und passende Artikel für die Suche findet Ihr übrigens auch in unserem Onlineshop auf der Geocache-Beratungsseite in zusammengefasster Form.

Schatz ist nicht gleich Schatz
Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Arten der Schatzsuche entwickelt. Während beim klassischen Geocaching ein kleiner Gegenstand wie eine Spielfigur getauscht wird, verbergen sich hinter Fundstücken wie Geocoins oder Travelbugs weiterführende Aufgaben. Meist sind diese besonderen Münzen mit einer Nummer verbunden, hinter der dann im Internet eine Folgeaufgabe verbunden ist. Auch gibt es inzwischen Multi-Caches, die mehrere Teilsuchen beinhalten, bevor der eigentliche Schatz gefunden wird. Den Variationsmöglichkeiten insgesamt sind kaum Grenzen gesetzt.

Wandertour und Cache

Wandern und Schätze suchen lässt sich mitunter auch gut verbinden.

Natur und Umwelt schützen
Für leidenschaftliche Geocacher ist natürlich der Weg das Ziel. Umso wichtiger ist es, dabei auch seine Umwelt zu beachten. Führt der Weg über Wiesen und durch Wälder, heißt es Rücksicht nehmen auf Tiere und ihre Brutstätten. Lieber mal einen Umweg in Kauf nehmen, als den Ärger des Försters oder Bauern auf sich zu ziehen. Denn im schlimmsten Fall ist ansonsten das Versteck des Caches enttarnt und kann nicht weiter verwendet werden. Daher sollte auch die Suche generell unauffällig erfolgen. Gerade dort, wo auch andere Menschen vorbeikommen.

Ist ein Schatz gefunden, sollte er nach dem Tauschen und dem Eintrag ins Logbuch wieder genauso gut versteckt werden.
Als ungeschriebenes Gesetz gilt es übrigens auch, nach einer erfolgreichen Schatzsuche seine Erfahrungen im Netz zu teilen und den Cache zu kommentieren. Das trägt dazu bei, dass noch mehr Menschen Lust auf die elektronische Schnitzeljagd bekommen, um so ganz neue Ecken in der Umgebung zu entdecken.

Liebe Grüße und viel Spaß beim Schatzsuchen,
Günter

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Schlagwörter: Garmin, Geocaching, GPS, Outdoor, Satelliten-Navigation, Schatzsuche

Eine Antwort zu “Geocaching: Moderne Schatzsuche via GPS versüßt uns den Sommer”
  1. avatar Carlo sagt:

    was früher das “kroki” war, ist heute ein high tech gps gerät :)

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