Computer & Office

25.07.2012

Kopieren auf Knopfdruck mit Festplatten-Clonern

von Gastautor

Harald Lehner
Einkauf Computertechnik

Hallo liebe Blogleser. Vielleicht kennt Ihr es selbst aus eigener (leidlicher) Erfahrung: Das Kopieren von Festplatten kann extrem zeitintensiv sein. Die Lösung ist der Festplatten-Cloner, der völlig ohne PC oder Notebook arbeitet. Oder Festplatten-Dockingstations mit Clone-Funktion. Diese müssen am PC oder Notebook angeschlossen werden, arbeiten aber dann ähnlich wie der Stand-Alone-Cloner.
Was sich genau dahinter verbirgt? Erfahrt Ihr gleich!

Festplatten-Cloner

Mit diesem Fesplatten-Cloner lassen sich sowohl Notebook- als auch PC-Festplatten eins zu eins kopieren.

In vielen Bereichen werden vorkonfigurierte Rechner mit bestimmten Softwarepaketen eingesetzt. Häufig werden die Standard-Applikationen für jeden einzelnen Rechner separat installiert. Auch bei Geräten, die für Kunden vorkonfiguriert werden, ist dies ein gängiges Verfahren. Dabei entsteht ein hoher Aufwand. Entweder muss an den Zielrechner zur Installation eine (externe) Festplatte angeschlossen oder es müssen unzählige CDs bzw. DVDs ins optische Laufwerk gesteckt werden.

Zusätzlich ist es nötig, die Datenempfänger natürlich voll funktionsfähig, also mit Tastatur, Maus und Monitor zu verbinden. Dies ist besonders ärgerlich, wenn die vorinstallierten Rechner hinterher für den Weitertransport wieder eingepackt werden müssen.

Festplatten-Cloner

Anleitung zur Nutzung

Schnell und unkompliziert duplizieren
Eine zeitsparende Alternative sind die oben schon genannten Festplatten-Cloner.

Die kleinen kompakten Geräte ermöglichen 1:1-Kopien von Festplatten ohne zusätzlichen Hardwareeinsatz. Denn sie arbeiten im “Stand alone”-Modus. Festplatten-Cloner sind überwiegend mit den gängigen SATA-Schnittstellen ausgerüstet und erlauben so den Anschluss von Quell- und Ziellaufwerk.

Auf Knopfdruck kopieren die kleinen Geräte den gesamten Harddisk-Inhalt oder einzelne Partitionen bzw. Dateien. Häufig verfügen Festplatten-Cloner über Prüffunktionen, die z. B. das Ziellaufwerk vorab auf Fehler untersuchen. Einige Modelle bieten zudem verschiedene Löschfunktionen. Je nach Ausstattung wird dabei entweder nur der Datenpfad gelöscht oder die zu löschenden Daten werden ein- bzw. mehrfach überschrieben. Die letztgenannten Verfahren sorgen für einen höheren Datenschutz.

Festplatten-Cloner

Anwendungsbeispiel des Festplatten-Cloners

Flexibel bei Dateisystemen
Beim Thema unterschiedliche Betriebssysteme zeigen sich die Festplatten-Cloner kontaktfreudig: Meist werden die gängigen Dateiformate für Linux, Windows und Mac OSX unterstützt. Auch beim Datentransfer erweisen sich die HDD-Cloner als leistungsfreudig. Übertragungsraten von 50 bis 90 MB/s sind die Regel. Dadurch lassen sich selbst große Datenbestände schnell und unkompliziert duplizieren.

Mein persönliches Fazit: Der Einsatz von Festplatten-Clonern ist besonders in Betrieben mit homogenem Datenbestand interessant. Durch das Spiegeln der Daten kann viel Zeit gespart werden. Auch zur Installation von kundenspezifischem Content eigenen sich die praktischen Stand-alone-Geräte.

In diesem Sinne,
viele Grüße!

Wissenswertes von A bis Z über…Dateisysteme

Die verschiedenen Betriebssysteme nutzen unterschiedliche Dateisysteme (Partitionen) zur Verwaltung von Daten auf einem bootfähigen Laufwerk:
• Bei Windows wird je nach Version meist FAT (File Allocation Table) und das neuere NTFS (New Technology File System) verwendet.
• Linux/Unix setzt üblicherweise auf die Dateisysteme ext2/ext3 (Second/Third extended File System) oder UFS (Unix File System).
• Mac OSX nutzt standardmäßig HFS+ (Hierarchial File System plus, auch als Mac OS Extended bezeichnet), kann jedoch u. a. auch mit FAT und NTFS-Dateisystemen umgehen.

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Schlagwörter: Computer, Festplatten, Festplatten-Cloner, Kopieren von Festplatten

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