Freizeit & Fitness

08.10.2012

Mein Testbericht: Probefahrt mit dem E-Bike “Velicks”

von Gastautor

Christina Bauroth,
Public Relations

Hallo liebe Blog-Leser!
Vielleicht kennt ihr diese Situation: Es ist Winter und Ihr legt beim Skifahren in der Gruppe eine Pause ein. Alle warten auf der Piste, bis der letzte Skifahrer ankommt. Wenn der dann endlich da ist, fragen die anderen schon “Können wir jetzt weiter?”. Der langsamere Fahrer würde noch eine Verschnaufpause brauchen, um die brennenden Oberschenkel loszuwerden und wieder Kraft zu tanken, die schnelleren Fahrer stehen schon eine Weile, fangen vielleicht an zu frieren oder langweilen sich bei dieser Fahrweise.
Tja, so ging es mir in den letzten Jahren oft beim Fahrradfahren!

Fährt man in der Gruppe oder Familie, richtet man sich immer nach dem schwächsten Mitglied. Aber ob daran alle Spaß haben?

E-Bikes: Für Jung und Alt, ob sportlich oder gemütlicher
Seit einigen Jahren verfolge ich, was sich auf dem E-Bike-Markt so tut. Von vielen wurde er anfangs belächelt. “Das ist doch was für ältere Leute”, so oder so ähnlich lauteten die Kommentare.
Mittlerweile hat sich das Bild aber geändert: Man sieht unterwegs schon viele sportlich aktive Menschen, die ein E-Bike nutzen, um lange oder anspruchsvollere Fahrradtouren zu machen, bei denen sie sich sonst “quälen” oder die sie vielleicht gar nicht erst antreten würden.

Aber das Design muss dabei schließlich auch passen und da hatte ich bis jetzt noch nicht das richtige gefunden – bis letzte Woche.

Beim Überqueren der Altmühl während der 5-Flüsse-Radtour

Meine Testfahrt mit einem E-Bike

Im Gespräch mit unserem Produktmanager, der für den Einkauf von E-Bikes zuständig ist, stellte sich heraus, dass wir ein ganz neues E-Bike frisch ins Sortiment bekommen – das E-Bike “Velicks”.

Start meines Praxistests: Radtour über 100 Kilometer
Nachdem ich für diese letzten schönen Tage einige Radtouren geplant hatte, habe ich mich mal eben als Tester angeboten – schließlich muss ein Rad ja auch auf “Herz und Nieren” geprüft werden, bevor wir es ins Sortiment nehmen und unseren Kunden anbieten.

Damit habe ich über 100 Kilometer in wenigen Tagen zurückgelegt. Und ich war wirklich überrascht, wie viel Spaß man beim Radfahren haben kann! Selbst bergige Touren konnten mich nicht abschrecken. Klar musste ich kräftig in die Pedale treten, aber dank der wählbaren Zuschaltung der Motorleistung gingen auch steile Stücke ziemlich gut. Noch nie hatte ich den Rotbühlsender (von 440 auf 670 Höhenmeter) ohne Schieben geschafft! Selbst Anfahren am Berg war mit dem “Velicks” kein Kunststück mehr.

Auf geteerten Wegen lief das Elektro-Fahrrad dank des geringen Rollwiderstandes super, feste Wald- und Wiesenwege waren ebenfalls gut zu bewältigen. Das Elektro-Rad ist mit einem ergonomisch geformten Sitz und Griffen ausgestattet, was sich bei längeren Touren durchaus bemerkbar machte. Mit dem Rad-Computer hatte ich alle Daten fest im Blick, die Beleuchtung mit LEDs ist schon werksseitig angebracht.

Richtig klasse fand ich das einfache Aufladen des Akkus: Akkupack aus der Halterung entnehmen und ran ans Ladegerät im Haus – fertig. Gerade unterwegs kann man ja nicht das ganze Fahrrad mit ins Hotelzimmer nehmen – also echt praktisch.

Nur ein paar Kleinigkeiten haben mir noch gerade für größere Touren gefehlt:
Ich hätte mir einen Getränkehalter gewünscht, aber den kann man sicher nachträglich anbauen.

Daumen hoch für das “Velicks”-E-Bike
Alles in allem bietet das E-Bike “Velicks” einen Riesen-Spaßfaktor!
Gerade für längere, bergige Touren oder zum Fahren in Gruppen mit unterschiedlichem Niveau eine echte Empfehlung und so einfach zu bedienen. Ich zumindest kann jetzt locker wieder mit dem Rest meiner Familie mithalten und die Frage “Können wir jetzt weiter?” wird es in Zukunft sicher nicht mehr geben. Das “Velicks”-Elektro-Fahrrad ist jetzt in drei verschiedenen Ausführungen bei uns erhältlich.

Viele Grüße und hoffentlich viele angenehme Radtouren,
Christina

Schlagwörter: e-Bike, Elektrofahrrad, Elektrofahrzeuge, Fahrradtour, Velicks

12 Antworten zu “Mein Testbericht: Probefahrt mit dem E-Bike “Velicks””
  1. avatar Franz Schneider sagt:

    E-Bikes haben schon was für sich, es würde mich allerdings bei deinem Bericht auch noch folgendes Interessieren – wie lange hielten die Akkus durch, gerade bei der erwähnten Bergfahrt wären mir ein paar ergänzende Sätze sehr willkommen.

    Ansonsten aber schöner Bericht :)

    Grüßle Funny

  2. avatar Christina Bauroth sagt:

    Hallo Franz,

    für meinen ersten Testtag hatte ich mir eine Runde von ca. 45 km vorgenommen, wobei am Ende der besagte Rotbühlsender stand. Dies ist (für meine Begriffe) ein recht heftiger Anstieg mit ca. 230 Höhenmetern auf knapp 4 km Strecke. Nach Ende der Tour zeigte die Akkuanzeige gerade mal einen Verlust von einem Strich (von insgesamt 3 Strichen) an, obwohl ich auf dem Steilstück wirklich die volle Unterstützung eingeschaltet hatte ;-)
    Das Schöne an einer Bergfahrt ist ja auch, dass man nicht nur die anschließende Abfahrt zum Erholen nutzen kann, sondern sich der Akku dabei auch wieder auflädt.
    Wie lange der Akku tatsächlich hält, habe ich an diesem Wochenende nicht wirklich ausgetestet. Ich wollte ja auch ausprobieren, ob das Herausnehmen des Akkus und das Aufladen wirklich so kinderleicht ist, wie es beschrieben wird – und war es!
    Hoffentlich helfen dir diese Ergänzungen und vielleicht hast du ja jetzt auch Lust auf eine eBike-Radl-Tour bekommen!
    Christina

  3. avatar Franz Schneider sagt:

    Vielen Dank :) – aber bist du dir sicher, dass der Motor “Rekuperation” – also einen Betrieb als Generator – kann?
    Normalerweise können dies nur die Nabenmotoren und es ist auch dann eher selten, dass soetwas da eingesetzt wird, da der Wirkungsgrad recht schlecht ist und nur eine Reichweitenverlängerung von 5 – 15 % erziehlt werden kann.

    Bei dem vorgestellten Bike handelte es sich doch glaub ich um einen Riemenantrieb, da bin ich mir nun nicht sicher ob da die Batterien bei der Bergabfahrt geladen werden. Gibt es Infos vom Hersteller ?

    Ansonsten liebäugle ich schon des längeren mit einem E-Bike – und mal schaun irgendwann… ;)

    Grüßel und ein schönes Wochende @ all

    FunnY08 ;)

    • avatar Frank sagt:

      Hallo,

      das Velicks hat zwar einen Riemenantrieb (statt einer Kette), aber der Motor ist ein Radnabenmotor und steckt im Vorderrad. Ursprünglich hatte uns der Hersteller versichert, dass das Rad über Rekuperation verfügt. Bei einem Blick auf dessen Website ist davon nun allerdings nichts mehr zu lesen. Wir haben dieses Feature vorsorglich aus den Angebotstexten verbannt und klären dies nochmals ab.

  4. [...] Die PR-Chefin von Conrad Electronic machte zuletzt den Selbstversuch und hat das Velicks selbst getestet. Ihre Eindrücke hat sie im Conrad Blog veröffentlicht. Aber lesen Sie doch selbst: Mein Testbericht: Probefahrt mit dem E-Bike “Velicks” [...]

    • Auf der angegebenen/verlinkten Seite hat sich ein Fehler eingeschlichen – der 36 Volt Akku des Bikes hat keine 252 Ah sondern 7 Ah ;)

      Grüßle Funny08

      • avatar Frank sagt:

        Hallo Franz,

        auf den Inhalt dieser verlinkten Seite haben wir leider keinen Einfluss. Es geht bei der Angabe um den Energiegehalt – und der sollte in Wh angegeben werden.

        Bezüglich der Rekuperation erhielt ich gerade folgene Nachricht: “Der Hersteller arbeitet nun mit einem neuen Zulieferer zusammen, der es (noch) nicht erlaubt diese Funktion zu nutzen, da er befürchtet die Batterie dadurch zu schädigen.”

        Gruß

        Frank

        • Hi Frank,
          das ihr nicht für diese Seite verantwortlich seid war mir klar, ich wollte eigentlich damit auch den Autor der Seite ansprechen.

          Aber du hast natürlich vollkommen recht – würde er den Energiegehalt (Energiespeichervermögen) in Wattstunden angeben (Wh) dann würde der Wert passen :) – da er die Einheit für die Kapazität (Elektrische Ladung) (Ah) verwendet hat, wären 7 Ah jedoch auch passend.

          Für Interessierte:
          Der Energiegehalt ist die Angebe für das Leistungs-/Arbeitsvermögen eines Akkus pro Ladung, je höher dieser Wert ist desto länger ist die Laufzeit.
          Errechnet wird dieser Wert als das Produkt aus Spannung und Kapazität.

          Hier wären das dann 36 V * 7 Ah = 252 Wh (VAh)

          Zum Motor – da bin ich mal gespannt, ob dies umgesetzt wird (find das bei den derzeitigen Wirkungsgraden eigentlich unsinnig) – und inwieweit sich dann der Preis des Rades ändert.

          Grüßle Funny08

  5. avatar Nina sagt:

    Hi Christina,

    ich finds schon mal echt gut, dass man mit dem “Velicks” bis zu 100 km am Stück schafft. Mich würde aber noch interessieren, wie schwer das Bike ist und ob es sich auch gut im Zug beispielweise transportieren lässt? Denn bei längeren Radtouren könnte es ja sein, dass man den Rückweg per Zug plant und dann wärs unpraktisch, wenn man das eBike recht schwer ist und man es anstrengend in die Zug heben muss.

    Grüße Nina

    • avatar Christina sagt:

      Hallo Nina,

      da hast du wohl recht: Mit knapp 22 kg ist das Velicks-Bike im Vergleich zu anderen e Bikes zwar ein Leichtgewicht, aber zu herkömmlichen Trekking-Rädern wohl um einiges schwerer. Aber ich bin sicher, dass du mit einem e-Bike gar keinen Zug mehr nutzen willst ;-)
      Eine schöne Freiluftsaison wünscht dir
      Christina

      • avatar Nina sagt:

        Hi Christina,

        du denkst ich bin dann so sehr von meinem neuen eBike begeistert, dass ich Hin- und Rückfahrt damit zurücklege und grundsätzlich auf den Zug verzichten kann. ;)
        Ja das wär allerdings wunderbar!

        Grüße und Danke
        Nina

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