Smart Home für Fortgeschrittene: jetzt wird aufgerüstet

Mit Smart Home aufrüsten verspricht noch mehr Komfort & Individualität für das Eigenheim.

Mit Smart Home aufrüsten verspricht noch mehr Komfort & Individualität für das Eigenheim.

Hat’s gefunkt? Dein Smart Home-Einsteigerkit reicht nicht mehr? Dann folge uns – wir rüsten jetzt auf und erklären dir das Smart Home für Fortgeschrittene.

Smart Home aufrüsten: noch mehr Komfort & Individualität

In unserem Beitrag „Smart Home für Einsteiger“ haben wir grundsätzliche Überlegungen für dein smartes Zuhause angestellt: Heizung, Licht und Sicherheit per Funk und/ oder Draht waren wunderbare Übungsplätze. Wer jedoch einmal mit smarter Haustechnologie beginnt, kommt so leicht nicht mehr los – und das ist auch gut so, denn für Fortgeschrittene existieren Anwendungen, die den Wohnkomfort deutlich erhöhen können.

Mit Smart Home kann man die Rollläden steuern, seine Stromverbrauch kontrollieren und vieles mehr.

Mit Smart Home kann man die Rollläden steuern, seine Stromverbrauch kontrollieren und vieles mehr.

Heute steuern wir Rollläden, integrieren ein Multiroom-Audiosystem und schauen uns das „Smart Metering“, also das Kontrollieren deines Stromverbrauchs, an. Du kannst dich darauf einstellen, dass die Kosten locker die 1.000 Euro-Grenze übersteigen können. Jedoch hilft dir diese Investition auch beim Einsparen von Kosten: mithilfe des Smart Meterings wird dein Stromverbrauch für dich transparent und es gelingt dir, Stromfresser auszumachen. In einem zweiten Schritt erlaubt das Smart Metering, eben diese Stromfresser gezielt dann einzuschalten, wenn Strom preiswerter ist – womöglich durch die Photovoltaik-Anlage auf deinem Dach oder durch den günstigeren Nachttarif deines Stromanbieters.

1. Rollläden smart steuern

Unter der Woche musst du gegen 6 Uhr aufstehen und die ersten Sonnenstrahlen helfen dir dabei, am Wochenende jedoch möchtest du ausschlafen und keine Sonne sehen. Deine Smart Home-Rollladensteuerung weiß das! Nehmen wir als praktisches Beispiel die RWE SmartHome Unterputz Rollladensteuerung:

Nachdem du über die RWE-Kompatibilitätsliste (PDF-Download) geprüft hast, ob du diese Steuerung einsetzen kannst, hast du die Möglichkeit, angeschlossene Wechselspannungsmotoren für Jalousien, Rolladen oder Markisen anzusteuern. Basierend auf empfangenen Funkbefehlen sendest du Steuerungsbefehle wahlweise über die Tastenbetätigung des Senders an der Wand, über die RWE-Fernbedienung, über die RWE-eigene SmartHome-Software oder aber programmgesteuert über die SmartHome-Zentrale. Auch das direkte Ansteuern über die Wippe ist machbar – die Wippenfunktion kannst du bei RWE sehr flexibel konfigurieren und damit auch weitere RWE-Geräte aus dem SmartHome-Baukasten ansprechen.

Damit das RWE-System verbaut werden kann, muss eine freie Unterputzdose mit Neutralleiter (das blaue Kabel nach DIN-VDE) vorhanden sein, außerdem ist die RWE SmartHome Zentrale unabdingbar. Steuern kannst du das System sehr flexibel, sowohl von zuhause als auch von unterwegs. Du kannst Zeitprofile anlegen, um die Steuerung dem System selbst zu überlassen, und du kannst auch in Urlaubszeiten suggerieren, du seist daheim, indem du die Rollladensteuerung wie gewohnt anwendest. Das schützt zusätzlich vor Einbrechern.

2. Multiroom-Audio: ein Ohrenschmaus mit Stimmungslicht

In unserem Einsteiger-Beitrag haben wir dir verschiedene Lichtsysteme vorgestellt, unter anderem solche, die auf Musik oder Sound allgemein reagieren und ihre Farben anpassen. Diese Lichtsysteme kannst du also hervorragend mit deinem Audio-System verbinden, und damit dies in allen Räumen gelingt, muss ein Multiroom-System her. So kann das aussehen:

  • 6.30 Uhr: wo einst dein Wecker mit schrillen Pieptönen dafür sorgte, dass du senkrecht im Bett standest, weckt dich nun dein Audiosystem mit genau der Musik, die du morgens am liebsten magst.
  • 6.45 Uhr: du betrittst dein Badezimmer und automatisch startet deine „Kickstarter“-Playlist, die Beleuchtung geht an – und du brauchst dich um nichts zu kümmern. Morgenmuffeligkeit hat hier keine Chance!
  • 18.30 Uhr: Feierabend, und das willst du auch hören: Welt aus, Musik an. Dein Haus weiß längst Bescheid und verwöhnt dich mit chilliger Feierabend-Mukke. Gedimmtes Licht sorgt für herrliche Entspannung, bevor der abendliche Film oder die Lieblingsserie auf dem Plan stehen.
  • 22.00 Uhr: ein Klick, alles aus. Du betätigst den zentralen Schalter, den du praktischer Weise neben deinem Bett installiert hast, und schaltest im ganzen Haus die Musik aus. Nebenbei gehen sämtliche Lichter aus und die Stromfresser werden wie von selbst vom Netz genommen. Auf geht’s – ins Land der Träume.

Es existieren unglaublich viele Multiroom-Systeme auf dem Markt; ein Blick in unseren Shop gibt dir bereits einen ersten Eindruck über die Vielfältigkeit. Das Grundprinzip ist in aller Regel dasselbe: von einer zentralen Steuerungseinheit ausgehend, verteilst du die Musik in unterschiedliche Räume. Je nach Ausführung des Multiroom-Systems legst du verschiedene Zonen im Haus oder in der Wohnung an, die du individuell beschallen kannst – heißt: du kannst in den unterschiedlichen Zonen verschiedene Musik hören, kannst auf unterschiedliche Quellen zurückgreifen und natürlich wieder automatisieren. Auch existieren Systeme mit ziemlich abgefahrenen Zusatzfeatures:

  • Hilfe, Einbrecher: eine Alarmanlage, die nicht aufjault, sondern in voller Lautstärke Musik abspielt, wird Einbrecher ordentlich verwirren!
  • „Dingdong“ war gestern: Türklingeltöne rocken für gewöhnlich nicht. Einige Smart Home Multiroom-Audiosysteme gestatten jedoch, den Türklingelsound mit Musik zu ersetzen – das klingt schon deutlich besser!

3. Smart Metering macht Stromkosten sichtbar

Mit Smart Metering gehst du Stromfressern auf den Grund. Diese digitalen Helferlein lassen Verbrauchsmengen erkennen, zeichnen neben den Mengen auch die Verbrauchszeiten auf und übermitteln diese an die Messdienstleister. Ein Display oder eine Anwendung erlaubt dir, ebenfalls genau nachzuvollziehen, wann du wie viel mit welchem Gerät verbrauchst. Je nach Ausführung sind diese Statistiken mal mehr, mal weniger aussagekräftig.

Die Smart Meter-Daten können auf verschiedenen Wegen übermittelt werden: per Funk, übers Web oder auch über die Stromleitung. Messstellenbetreiber und Energieversorger erhalten regelmäßig zwischengespeicherte Daten auf geschützten Bereichen ihrer Server – einige Anbieter sind bereits soweit, ihren Kunden Online-Zugänge einzurichten, um den Verbrauch nachvollziehen zu können. Zur praktischen Nachvollziehbarkeit schauen wir uns das System GEO Solo II an:

Dieser Energiekostenmonitor arbeitet funkgesteuert und erfasst mittels Sensor die Leistungsaufnahme wahlweise am analogen oder auch digitalen Stromzähler deines Haushalts. Du siehst mit einem Blick, wie hoch der aktuelle Verbrauch ist und welche Kosten er verursacht – und ob du damit innerhalb des erwarteten Rahmens liegst oder deutlich mehr bzw. weniger verbrauchst. Für analoge Zähler ist es wichtig, dass eine Fachkraft die Installation vornimmt, bei digitalen Zählern kannst du dich selbst versuchen.

Transparenz & volle Kontrolle über Ihre Energiekosten (Quelle: „LG Smart Meter – CES 2011 – Consumer Electronics Show – Las Vegas, NV“ von David Berkowitz, Lizenz: CC BY 2.0)

Das Anzeigegerät stellst du steckdosenunabhängig in Funkreichweite – also etwa 30 Meter – auf. Smart Plugs, also Steckdosensensoren, die wir dir im Einsteigerbeitrag vorgestellt haben, erlauben es, auch einzelne Geräte zu überwachen und ferngesteuert ein- oder abzuschalten. Optional kannst du eine webbasierte Anwendung mit Schnittstelle („Energynote Web Pack“) verwenden und so via Rechner, Smartphone oder auch Tablet steuern, analysieren und kontrollieren.

Vom Wasserkocher über deine Waschmaschine bis hin zu deinem neu integrierten Multiroom-Audiosystem kannst du nun alles überwachen, was du möchtest: schalte Smart Plugs zwischen Gerät und Steckdose und das Anzeigedisplay liefert dir alle relevanten Verbrauchsdaten. Interessanter Nebeneffekt: weil das Display optisch ansprechend ist, interessiert sich in deinem Haushalt sicher auf einmal jeder für den Stromverbrauch. Das sorgt dafür, dass bewusster mit den Dingen umgegangen und somit Strom eingespart wird.

Je nach System gibst du zwischen 100 bis 250 Euro für die Anschaffung aus. Ein Dreipersonenhaushalt hat diese Kosten zumeist schon im ersten Jahr wieder drinnen, ein Single-Haushalt wird etwas länger benötigen, aber auch hier lohnt sich die Kontrolle des Stromverbrauchs und sorgt für Einsparungen an vielen Ecken und Enden.

Smart Home für Fortgeschrittene: wo rüstest du auf?

Bevor wir uns im nächsten Smart Home-Beitrag den Tools für Technikfreaks widmen und dir zeigen, was du noch alles automatisieren kannst, möchten wir wissen, was deine erste Aufrüstaktion war, nachdem du dem Einsteiger entwachsen warst.

Rüstest du vor dem bevorstehenden Sommer deine Gartenbewässerung smart auf? Oder bist du noch beim Regeln der Zimmertemperatur? Was reizt dich am Smart Home am meisten? – Komm mit uns ins Gespräch!


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