Smart, stylisch, systemübergreifend: Der Nuimo

Der Nuimo überzeugt mit seinem Design

Der Nuimo überzeugt mit seinem Design. (Foto: Senic Nuimo)

Nuimo – das soll eine Art Fernbedienung 2.0 sein, mit der man sämtliche Geräte im Haus steuern kann.

Ein ambitioniertes Projekt

Der Name Nuimo klingt wie eine asiatische Kampfsportart oder eine Pokémon-Figur. Dahinter verbirgt sich aber ein deutsches Produkt, besser gesagt eine Erfindung. Und die soll nach Meinung der Macher unser Leben in Zukunft ein gutes Stück leichter machen.

Beim Nuimo handelt es sich nämlich um eine Art Super-Fernbedienung. Mit Bluetooth lässt sich der Nuimo mit einer Vielzahl an Geräten koppeln, wie zum Beispiel unser Smartphone, PCs, Tablets, Musikanlagen und noch so einiges mehr. Angeblich ist er mit allen Bluetooth-fähigen Geräten einsetzbar.

Mit dem Nuimo lassen sich diese Geräte auf natürliche und intuitive Weise ansteuern. Das ist schon sehr viel versprochen, findet ihr nicht? Ich sehe auf den ersten Blick nicht, wie sich die kleine Scheibe bedienen lässt – schließlich fehlt jegliche Art von Tasten und auch ein Display sucht man erstmal vergeblich. Wie sich die Senic GmbH, die den Nuimo kreierte, diese Intuitivität vorstellt, sieht man im Youtube-Video.

Eine junge Frau kommt in ihre Wohnung, schaltet das Licht über den Nuimo an und steuert damit die Musikwiedergabe. Bei einem ungewünschten Lied wird einfach mit der Hand über die kleine Scheibe gewischt und schon ertönt der nächste Song.

Das wirkt ja noch alles einigermaßen logisch und vernünftig. Die nächsten Handlungen wirken auf mich eher unrealistisch und etwas übertrieben. Zum Beispiel zeigt der Nuimo ein Schloss-Symbol an und durch das Darüber-Wischen wird die Wohnungstür entsperrt und der Besuch kann eintreten. Auch beim gezeigten Spieleabend wird der Nuimo benutzt.

Wie eine Fernbedienung sieht der Nuimo wirklich nicht aus.

Wie eine Fernbedienung sieht der Nuimo wirklich nicht aus. (Foto: Senic Nuimo)

Smart Home (fast) ohne Smartphone!

Die Macher haben sich wohl einige Gedanken bei der Entwicklung des Nuimo gemacht. Ihr Ziel ist: Weg von den ganzen Bildschirmen, die uns tagtäglich umgeben! Darum setzen sie im Gegensatz zu vielen anderen Smart Home Pionieren nicht auf das Smartphone als universelle Fernbedienung.

Der Nuimo verzichtet bewusst auf ein Display. Auf der Oberfläche ist lediglich eine LED-Matrix verbaut, die einfache Symbole anzeigt. Statt bloßem Antippen dieser Symbole setzt der Nuimo auf eine Vielzahl an Steuerungsvarianten: Durch Wischen, Gestensteuerung, Tippen und auch Drehen am Ring der Scheibe können diverse Befehle übertragen werden.

Hier lag einer der Schwerpunkte der Entwickler: Die Steuerung möglichst allgemeinverständlich zu konzipieren. Das Drehen am Gehäusering kann zum Beispiel genutzt werden, um Licht zu dimmen oder die Musiklautstärke zu regulieren. Für solch grundlegende Steuerungen reicht das sicher aus. Anders sieht es vermutlich bei komplexeren Befehlen aus. Hier wird man letztendlich doch zum Smartphone greifen müssen.

Eine Fernbedienung für alles

Durch einen Magneten in der Unterseite kann der Nuimo problemlos an Gegenständen, wie an einem Kühlschrank, angebracht werden.

Durch einen Magneten in der Unterseite kann der Nuimo problemlos an Gegenständen, wie an einem Kühlschrank, angebracht werden. (Foto: Senic Nuimo)

Ein weiterer Schwerpunkt der Nuimo-Entwickler war, ein Tool zu kreieren, mit dem verschiedenste Geräte ferngesteuert werden können. Heißt: Die Anzahl an Fernbedienungen und Steuerungen drastisch zu reduzieren.

Für die verschiedensten Geräte im Haus wie z.B. Heizung, Lichtsysteme, Musikanlagen oder auch TV kommen da schon einige Fernbedienungen (oder auch unterschiedliche Apps auf dem Smartphone)  zusammen. Und die Anzahl der Smart Home Tools wird in Zukunft gewiss noch zunehmen.

Vorreiter sind aktuell z.B. die Beleuchtungssysteme Hue von Philipps oder Musiksysteme von Sonos. Ist ein Haushalt relativ umfassend mit Smart Home Tools ausgestattet, hat man irgendwann mehr als 5 Fernbedienungen herumliegen. Der Nuimo soll dieses Problem lösen. Und, zugegeben, stylischer als z.B. eine TV-Fernbedienung ist er allemal. Das Design des Nuimo ist modern und unauffällig. Genauso unauffällig und dezent soll sich die kleine Scheibe in die Wohnräume der Nutzer integrieren.

Fazit

Was soll man also zum Nuimo sagen? Er vereint viele sehr gute Denkansätze mit einem sehr ansprechenden Design. Das Design ist meiner Meinung nach einer der Gründe, warum sich viele für den Nuimo entscheiden werden. Das Gerät sieht einfach extrem stylisch und auch wertig aus. Ein echtes Designobjekt.

Andererseits schießen aktuell die Start-Ups mit Smart Home Gadgets wie Pilze aus dem Boden. Unglaublich viele Unternehmen wollen auf den Trend der Hausautomatisierung aufspringen und verfolgen dabei ganz unterschiedliche Ansätze.

Die Senic GmbH aus Berlin ist somit nur eine von vielen jungen ambitionierten Firmen, die sich in diesem Spielfeld bewegen. Langfristig wird sich hier der Markt auf einige wenige Anbieter konzentrieren. Es können einfach nicht alle Unternehmen und alle Ideen überleben.

Ob in fünf Jahren noch jemand vom Nuimo spricht, muss sich erst zeigen. Die Kickstarter-Kampagne des Projekts sieht vielversprechend aus. Bis zur Marktreife ist es dagegen noch ein weiter Weg. Wünschen würde man es den Berlinern auf jeden Fall, dass sich das Konzept des Nuimo durchsetzt.



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