Smartphone als Kamera-Ersatz praxistauglich?

von Matthias

Schnappschüsse mit dem Handy machen mittlerweile optisch ganz schön was her. Braucht man da heutzutage eigentlich noch zusätzlich hochwertiges Kamera-Equipment?

Noch vor ein paar Jahren war es selbstverständlich, zwei Geräte bei sich zu haben um zu telefonieren und schnelle Schnappschüsse anfertigen zu können. Kein Wunder, denn damals wurden Handys (schwer das heute noch zu glauben) primär zum telefonieren verwendet – dass die Geräte heute so viel mehr als nur Sprache übertragen können, ist ja kein Geheimnis.

Ein echter Exot ist das Siemens S55 mit optional ansteckbarer Kamera!

Ein echter Exot ist das Siemens S55 mit optional ansteckbarer Kamera!

Auch das Fotografieren mit den kleinen Taschentelefonen ist nicht nur äußerst praktisch, da man es sowieso immer dabei hat und man sich nicht extra ein weiteres Gerät kaufen muss. Zudem ist mittlerweile auch die Qualität für die meisten Hobbyfotografen nicht nur passabel sondern durchaus zufriedenstellend. In den Anfangszeiten der Hybriden aus Telefon und Fotoapparat war die Foto-Funktion allerhöchstens ein nettes Gimmick, bis auf Kontraste und Umrisse waren auf den Fotos nicht sehr viele Details vorhanden.

Mehr als Umrisse waren nicht drin…
Ich persönlich erinnere mich noch gut an das erste Handy mit integrierter Kamera, welches ich mein Eigen nennen durfte. Das dürfte 2005 gewesen sein – das Siemens MC60. Für mich als Kind damals das absolut coolste Gerät überhaupt. Zum Telefonieren zwar so gut wie nie genutzt, aber fotografiert habe ich alles was mir vor die Linse kam. Nur Schade, dass man eben in den allermeisten Fällen nur schemenhafte Umrisse erkennen konnte – und das lag ausnahmsweise nicht an meinen Qualitäten als Fotograf.

Der Sprung in’s Jetzt!
Heute müssen Mobiltelefone nicht mehr mit solch einer Auflösung kämpfen. Der technische Sprung, der seither stattgefunden hat, ist beachtenswert. Die Hersteller überbieten sich im Monatsrythmus gegenseitig mit möglichst hohen Megapixel-Angaben. Vieles davon hat sicherlich mehr mit Marketing als mit einem echten Mehrwert für die Kunden zu tun, aber von Modellgeneration zu Modellgeneration ist eine bessere Fotoqualität, auch für den Laien sichtbar, auszumachen.

Tipps und Tricks für gute Fotos mit dem Handy
Doch trotz der mittlerweile hohen Auflösung, den ein oder anderen Kniff muss der geübte Hobbyfotograf dann doch beachten, damit er mit dem Ergebnis seiner Fotografie letztendlich auch zufrieden sein kann.
Hier einige Tipps, wie Du Szenen mit der Handykamera bestmöglich einfängst:

Licht ist Alles!
Achte unbedingt darauf, das dein Motiv ausreichend ausgeleuchtet ist. Die Mobiltelefone verfügen nur über relativ kleine Objektive, weshalb diese oft mit zu niedriger Lichtausbeute kämpfen müssen. Das fällt vor allem bei Aufnahmen in Innenräumen auf – nach Möglichkeit sollten hier optimale Bedingungen, bereits vor der eigentlichen Aufnahme, getroffen werden. Wenn möglich also alle verfügbaren Lichtquellen, wie Lampen etc., anmachen bzw. richtig ausrichten. Klar, viele Geräte besitzen mittlerweile ein integriertes Blitzlicht, dieses ist aber keinesfalls die Universallösung für Belichtungsprobleme. Oft hat der Blitz nämlich den Effekt die zu fotografierenden Objekte im Bildvordergrund zu stark anzuleuchten – das lässt die Szenerie mitunter unnatürlich wirken.

Bei schlechten Lichtbedingungen ein Muss - das fotografieren mit Blitzlicht!

Bei schlechten Lichtbedingungen ein Muss - das fotografieren mit Blitzlicht!

Erste Smartphone-Hersteller sind jedoch bereits daran, auch diese Thematik völlig automatisch durch das Handy erledigen zu lassen. So wirbt Apple bei seinem iPhone 5S zum Beispiel mit einem neuartigen Blitz: Dieser soll mittels eines Algorithmus und der Ermittlung der Farbtemperatur der Umgebung vor dem eigentlichen Foto in individueller Lichtkombination (zwei LED’s mischen weiße- und Bernsteinfarbene Farbtöne) auslösen und die Szenerie so optimal und natürlicher ausleuchten. In der Praxis scheint dies tatsächlich zu einer Verbesserung der Aufnahmequalität bei widrigen Lichtverhältnissen führen. Und wer weiß: Vielleicht ist es ja schon in Kürze gar nicht mehr nötig sich irgendwie selbst um die Ausleuchtung der Aufnahme zu kümmern…

 

 

Zoomen – besser sein lassen!
Eines der wenigen Features, welches noch immer echten Spiegelreflexkameras vorbehalten bleibt, ist der Zoom. Da diese über mechanisch bewegbare Teile hinein- und wieder hinauszoomen entstehen hier keine Qualitätseinbußen wie es bei Smartphones der Fall ist. Bedingt durch die flache Bauweise der mobilen Telefone, bietet sich einfach kein Platz, ein ausgeklügeltes System von Linsen und anderen Komponenten zu verbauen. Diese zoomen in der Regel digital, das heißt der Bildausschnitt wird einfach vergrößert. Die Folge: Die Qualität leidet je näher man hineinzoomt. Aus diesem Grund sollte man zoomen beim fotografieren mittels Smartphone also eher unterlassen – will man eine bestimmte Stelle im Bild besser betonen so lässt sich diese im Nachgang durch Bearbeitungssoftware , wie etwa Adobe Photoshop näher heranziehen. Das so erzielte Ergebnis ist zwar nicht als optimal zu Betrachten, in den meisten Fällen jedoch besser als die „Zoomerei“ direkt am Handy.

Mit einem "echten" Objektiv lässt es sich ohne Qualitätsverluste zoomen!

Mit einem "echten" Objektiv lässt es sich ohne Qualitätsverluste zoomen!

 

Warum also noch eine Zweit-Kamera?
Wenn aktuelle Foto-Handys mittlerweile im Großen und Ganzen schon eine so überzeugende Bildqualität abliefern, lohnt sich dann eigentlich noch der Besitz einer richtigen Digitalkamera? Für meine Verhältnisse, und ich denke, da geht es vielen ähnlich, nicht. Ich bin der typische „Ich mach mal eben einen schnellen Schnappschuss“-User. Und dafür reicht die Qualität meiner Handykamera allemal aus.
Wer allerdings vorhat seine Bilder auszudrucken oder gar Abzüge davon zu erstellen hat auf lange Sicht ohne Zweifel mehr Freude an höherwertigem Foto-Equipment.
Was haltet Ihr davon? Reicht euch die Handykamera in sämtlichen Alltagsbelangen oder würdet Ihr euch bei euren Fotos schon des Öfteren mal eine besser Auflösung wünschen?

Bilder: Siemens S55, (by HdEATH) ; Kamerablitz, (by pe5pe); Objektiv (by Randy Heinitz)

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