Technik-Trends 2016: was wird morgen aus Trends von heute?

Technik-Trends 2016 im Blick. Das erwartet euch.

Technik-Trends 2016 im Blick. Das erwartet euch. (Quelle: „Congreso Wearables Big Data Salud 2“ von COM SALUD Agencia de comunicación, Lizenz: CC BY 2.0)

2016 wird Technik-Trends fortsetzen. Das Rad wird nicht neu erfunden, es wird jedoch runder werden. Wir zeigen, worauf ihr euch jetzt schon freuen könnt!

Technik-Trends 2016 – nicht noch eine Vorausschau …

Ja, ja, du hast Recht: so ziemlich jeder im World Wide Web möchte dir sagen, was 2016 an Technik-Trends bringen wird. Dass eine neue iDevice-Generation das Licht der Welt erblicken wird, brauchen wir dir nicht sagen. Wir glauben auch nicht daran, dass in 2016 das Technikrad neu erfunden wird. Vielmehr werden Grundsteine, die bereits 2015 gelegt werden, im kommenden Jahr zum soliden Fundament, sodass das Rad runder wird. Wir zeigen euch heute, wohin die Reise im kommenden Jahr gehen wird.

Wearables: Mensch & Technik wachsen weiter zusammen

Werden wir bald über das Handgelenk telefonieren? Technik-Trends 2016

Werden wir bald über das Handgelenk telefonieren? (Screenshot: Next Future Wearable Technology Will Blow Your Mind)

Wearables sind keine neue Erfindung mehr, viele Menschen vermessen ihren Körper mit Fitnessarmband und Co. schon jetzt. In 2016 wird sich das steigern: tragbare Endgeräte rücken noch näher an, womöglich sogar in den menschlichen Körper. Das Angebot an Wearables wird sich deutlich vervielfachen. Smartwatches könnten sich vom Smartphone lösen und die Zeit kann reif dafür sein, dass wir übers Armgelenk telefonieren.

Auch eine Synergie zwischen Smart Home-Systemen und Wearables ist denkbar. Du könntest beispielsweise beim Laufen oder Fahrradfahren Energie für dein Zuhause erzeugen. IBM denkt darüber schon seit geraumer Zeit nach, und geht noch einen Schritt weiter: Forscher testen schon, ob sich die Versorgungsleitungen in Häusern zur Energiegewinnung eignen, etwa durch Mini-Turbinen in Wasserleitungen.

AR und VR: neue Realitäten zum Tragen und Staunen

Beim Gedanken an Wearables kommen weiterführende Gedanken an neue Arten von Realitäten auf uns zu: Virtual und Augmented Reality. Digitale und reale Welten verbinden sich zu komplett neuen Realitäten. Entsprechend designte Hardware ist in Arbeit: Oculus Rift, Sony Morpheus oder Steam/HTC Vive stehen in der Warteschlange, endlich den Markt zu erobern. Sony eröffnet sogar ein VR-Studio und im Sommer 2016 wird der VR-Park „The Void“ seine Pforten öffnen.

Im Sommer 2016 wird der VR-Park "The Void" seine Pforten öffnen. Technik-Trends 2016 im Blick. Das erwartet euch.

Im Sommer 2016 wird der VR-Park „The Void“ seine Pforten öffnen. (Screenshot: „THE VOID“ von youtube.com/THEVOID)

Uneinig ist man sich nur noch darüber, ob VR oder AR die größere Rolle spielen wird. Game-Entwickler Warren Spector räumt Augmented Reality größere Chancen ein als den virtuellen Realitäten. Epic Games-CEO Tim Sweeney sieht das ähnlich, passt sich jedoch dem bevorstehenden VR-Trend an und hat seine hauseigene Unreal-Engine VR-tauglich werden lassen. Einer der Pioniere der VR- und AR-Branche ist Jesse Schell, Entwickler des Games „I expect you to die“ und Mitarbeiter der Disney VR-Studios. Schell stellte auf der Virtual Intelligence Conference 40 Thesen zur Entwicklung der Branche auf; er prophezeit unter anderem: VR-Brillen sind ab 2016 permanent erhältlich, verlassen den Markt also nicht mehr. PayStation VR wird führend sein und im kommenden Jahr werden 8 Millionen VR-Brillen verkauft. Die Abverkäufe von VR-Brillen werden sich solange jährlich verdoppeln, bis der Markt gesättigt ist. Schon auf der CES 2017 sollen 50 unterschiedliche VR-Brillen vorgestellt werden. Weitere Thesen kannst du dir in diesem Video anschauen:

3D-Druck bekommt neue Materialien und wird Consumer-freundlich

Der 3D-Druck hat uns in 2015 doch alle fasziniert! Es entstanden gigantische Zukunftsprojekte, so richtig anwenderfreundlich und preislich leistbar sind die faszinierenden 3D-Printer jedoch noch nicht. Um das zu ändern, haben wir in unserer Filiale in München Moosach den 3D-Printhub eingerichtet, der ähnlich funktioniert wie ein gängiger Copy-Shop. Entwickelt durch unser Conrad Technology Centrum, haben wir euch außerdem den 3D-Drucker renkforce RF1000 vorstellen können. Dieser geht in 2016 in die zweite Runde – freut euch auf den noch besseren 3D-Drucker renkforce RF2000! Außerdem könnt ihr euch auf neue Materialien freuen: wir haben den dreidimensionalen Lebensmitteldruck in Planung. Mehr wird noch nicht verraten – ein wenig müsst ihr euch noch gedulden.

Haben wir bald Lebensmittel aus dem 3-D Drucker? Technik-Trends 2016

Haben wir bald Lebensmittel aus dem 3-D Drucker? (Quelle: „Makerbot Industries – Replicator 2 – 3D-printer 16“ von Creative Tools, Lizenz: CC BY 2.0)

Die Ursprünge des 3D-Druckers liegen in der Industrie, und so ist es eine Frage der Zeit gewesen, bis 3D-Printer Consumer-tauglich werden. In 2016 dürfte diese Entwicklung voranschreiten, sodass schon im kommenden Jahr die Anzahl der 3D-Drucker in Privathaushalten steigen wird. Hewlett Packard und Canon werden 3D-Drucker vertreiben bzw. selbst produzieren und anbieten. Gartner ist überzeugt: weltweit wird der Umsatz von 3D-Druckern um sagenhafte 103 Prozent steigen.

3D-Drucker werden nicht nur Consumer-freundlicher im kommenden Jahr. Ihre Einsatzgebiete werden sich grundsätzlich vervielfältigen, da zahlreiche neue Materialien Einsatz finden werden. Nicht nur wir haben etwas zum Thema Lebensmitteldruck in petto. Glas, Karbon, Textilfasern sowie biologische Materialien für 3D-Drucker sind im Kommen, was Herstellungs- und Lieferprozesse in der Industrie sicher noch einmal wesentlich verändern wird und dann womöglich 2017 Einzug in Privathaushalte hält. Wir dürfen gespannt sein!

KI macht Schule: wir erfahren mehr über Künstliche Intelligenz

Bereits das jetzige und die vorigen Jahre waren spannend in Hinblick auf das vielfältige, breitgefächterte Thema Künstliche Intelligenz (KI). Die Historie der Künstlichen Intelligenz haben wir euch bereits im Juli aufgezeigt und zudem Beispiele gefunden, in denen Maschinen bereits Menschen besiegten. Ab Januar soll ein Projekt starten, in dem sich die Uni Bielefeld federführend zeigt: ein Roboter soll Einwandererkindern unsere Sprache näherbringen. Neben konkreten (Weiter-)Entwicklungen und Projekten werden wir in 2016 auf verschiedene Ansichten stoßen:

Auf diejenigen, die KI als Bedrohung für die Menschheit ansehen, und auf diejenigen, die in Künstlicher Intelligenz wahre Chancen für die Menschheit sehen. Um diese Ansichten nicht aufeinanderprallen zu lassen, wird es notwendig sein, Richtlinien zu entwerfen. Wie weit darf KI gehen – wie weit muss sie gehen? Eine Gratwanderung, die womöglich auf eine datengesteuerte Gesellschaft hinausläuft, bedenken wir weitere Trends wie etwa Big Data. Um zu verhindern, dass die Gesellschaft ihre Individualität und Eigenständigkeit verliert, um aber gleichzeitig weiterhin Innovationen im Bereich KI schaffen zu können, sind sich Wissenschaftler einig: wir benötigen ein digitales Manifest. Mögliche Auswirkungen sowie die geforderten Grundprinzipien kannst du in diesem umfangreichen Spektrum-Artikel nachlesen.

Technik-Trends 2016: Wie weit darf die Künstliche Intelligenz gehen – eine spannende Frage.

Wie weit darf die Künstliche Intelligenz gehen – eine spannende Frage. (Screenshot: „Nao robot: Human-Robot Emotionally Assisted Interaction“ von youtube.com/TdmRobotArchitecture)

In 2016 wird Künstliche Intelligenz noch weiter in unseren Alltag einziehen. Durch Wearables, smarte Technologien und weiteren Innovationen der letzten Jahre verfolgen und vermessen wir schier unglaublich viele Daten, die logischerweise ihre digitalen Spuren hinterlassen und die KI-Maschinerie füttern können. Unser Denken und Handeln wird getrackt – wir beteiligen uns tagtäglich selbst daran. Dieser Datenwildwuchs wird uns im Jahre 2016 wiederbegegnen und wir stehen vor der großen Aufgabe, einen gangbaren Weg zwischen effizientem Datenschutz, also der Wahrung der Privatsphäre, und effizienter Anwendbarkeit dieser Daten auf Maschinen zu finden. Eine Herausforderung, die wir in 2016 sicherlich diskutieren werden, aber noch nicht lösen können. Starre Lösungen sind hier sicherlich auch kaum angebracht, müssen wir doch die Variable der sich ständig ändernden Technikwelt bedenken.

IoT & smarte Technik: Einzelteile werden ein Ganzes ergeben

Das Internet der Dinge steckt noch in den Kinderschuhen – wir haben bislang vielleicht gerademal den Hauch einer Ahnung bekommen, was alles gehen wird. In 2016 werden wir hier keine revolutionären Neuigkeiten erwarten dürfen, das IoT selbst ist das Revolutionäre. Aber wir werden uns darauf einstellen können, dass es noch mehr Geräte geben wird, die miteinander kommunizieren. Nicht nur die wachsende Zahl an Endgeräten, sondern auch zentrale Steuerungsmöglichkeiten werden relevant. Alltagsgegenstände vernetzen sich unaufhaltsam miteinander, erfassen Daten, die irgendwo hin müssen. Aus den vielen existierenden Einzelteilen ein großes Ganzes zu schaffen, eine zentrale Möglichkeit, die einzelnen Teile miteinander sinnvoll zu kombinieren und zu steuern, das wird die Herausforderung des IoT in 2016.

Auch der Trend Internet der Dinge wird sich 2016 weiterentwickeln. Technik-Trends 2016

Auch der Trend Internet der Dinge wird sich 2016 weiterentwickeln.

Technik-Trends: 2016 ist das 2015 2.0

2015 war zweifellos ein Jahr voller Technik-Trends: 3D-Drucker fanden ihren Weg vom Nerdtum zum Mainstream, Wearables wie die Smartwatch sind selbstverständlich geworden, IoT-Trends ließen uns erahnen, wohin die Reise gehen kann, zahlreiche Hersteller bereiteten sich auf VR und AR vor und Künstliche Intelligenz rückte mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. In 2016 werden sich diese Technik-Trends fortsetzen. Sie werden ineinander greifen, sie werden abhängiger voneinander und intensiver genutzt werden. Für diese Abhängigkeiten, für neue Datenmengen und für die Usability müssen noch praktikable Lösungen gefunden werden – darum wird es in 2016 gehen. Es ist anzunehmen, dass 2016 eine Weiterentwicklung von 2015 sein wird – eine Art 2015 2.0, wenn man so will.

Auf welchen Technik-Trend freust du dich schon ganz besonders?

Liebäugelst du schon mit handgemachten Prototypen aus dem eigenen 3D-Drucker?

Oder weißt du schon jetzt, dass du den VR-Park „The Void“ unbedingt aufsuchen musst?


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