Technik-Trends zum Anhören: Das können Ultrabooks

von detektor.fm

Ultrabooks

Der Prozessor-Gigant Intel hat mit Ultrabooks begonnen, starke mobile Rechner auf den Weg zu bringen. Dell, HP oder Lenovo zogen nach und so steht dem Verbraucher mittlerweile eine breite Range an interessanten Ultrabooks zur Auswahl. Generell stehen Ultrabooks für flache, schicke, aber auch meist nicht gerade günstige Geräte. Doch gerade was die Preise angeht kündigte Intel an, sinken die Ultrabook-Preise in 2012 auf unter 700 Dollar und kündigt rund 75 Ultrabook-Modelle für den Spätsommer an. Aber ob sich die Anschaffung eines Ultrabooks insgesamt lohnt und was man über sie wissen sollte, darüber haben wir mit Florian Müssig vom Coputermagazin c’t gesprochen. Das Gespräch könnt Ihr Euch nun als Podcast anhören oder wie immer in Schriftform gleich hier nachlesen.

Podcast: Das können Ultrabooks

Interview zum Mitlesen

Was können denn diese Ultrabooks?
Müssig: Die Ultrabooks können im Endeffekt alles was ein normales Notebooks auch kann. Sie sind eben besonders flach und besonders leicht.

Welche Zielgruppe will Intel jetzt mit diesem Ultrabook ansprechen?
Also Ultrabooks sind generell extrem mobile Geräte. Sie hatten schon erwähnt die geringe Dicke. 18mm das passt in jede Tasche. Fürs Gewicht gibts zwar keine Vorgaben aber die Geräte die wir bisher hattten die sind alle unter 1,5 kg schwer. Also die sind alle wahre Leichtgewichte.

Interviewpartner zu Ultrabooks

Unser Interviewpartner Florian Müssig.

Wie siehts dann mit der Leistung aus? Ist da nach Internet und Office Schluss oder hält es noch aufwändigere Programme aus?
Also Internet und Office ist ohne Probleme möglich, Filme gehen auch, Bildbearbeitung geht auch noch. Ab Videoschnitt wird es schon ein bisschen zäh und auch aktuelle 3D-Spiele, die gehen gar nicht.

Liegt das am Prozessor, oder was ist da der Grund?
Das liegt einerseits am Prozessor. Also es sind UDV-Prozessoren. Die laufen mit geringeren Taktraten aber halt auch geringerem Stromverbrauch. Daher kommen dann auch die langen Laufzeiten. Und es fehlen dedizierte Grafikchips.
Also für Spiele, die immer das letzte Quäntchen aus aktuellen Grafikchips rausnudeln, denen fehlt dann einfach dieser Chip, wo sie dann die ganzen schönen Effekte darstellen können.

So ein Ultrabook kostet ab 800 bis 1000 Euro. Warum sind die so teuer? Zahlt man fürs Design und den Intel-Aufkleber?
Man zahlt definitiv fürs Design, weil die einfach schick sind. Auch das flache Gehäuse, das hat die Hersteller einfach auch vor Herausforderungen gestellt mit Entwicklungskosten. Es sind einfach begehrenswerte Geräte und da kann man auch mal ein höheres Preisschild draufkleben.

Okay, aber ich krieg ja für den selben Preis auch ein Notebook, mit dem ich zum Beispiel Videoschnitt machen kann?
Das ist kein Problem. Ich mein, die Preise bei normalen 15 Zoll Notebooks, die beginnen bei 400 Euro inklusive Betriebssystem. Also man muss schon wirklich so ein mobiles Gerät wollen.

18 Millimeter dick sind die. Viel Platz ist da ja in den Gehäusen nicht. Auf was wird da verzichtet?
Also es kommt auf den Hersteller an, auf was er da verzichtet: Theoretisch gibt es Platz sogar für einen dicken klassischen VGA-Stecker oder eine Netzwerkbuchse. Dann muss man aber schon ein bisschen tricksen. Toshiba hat zum Beispiel dann diese Schnittstellen in die Füße ausgelagert, weil die ein bisschen dicker noch sein dürfen als das restliche Gehäuse.

Aber zum Beispiel USB-Schnittstellen findet man überall. W-LAN ist natürlich auch eingebaut. Ob ein Kartenleser zum Beispiel drin ist, um Fotos von Digitalkameras zu überspielen, das hängt schon wieder vom Hersteller ab.

Können die Geräte denn mit dem Vorbild mithalten, mit dem “Macbook Air”?
Das können sie auf alle Fälle. Es gibt schicke Geräte. Sie sind genau so schnell. Man hat bei manchen Geräten sogar den Vorteil, dass man einen matten Bildschirm bekommt. Das gibt es bei Apple ja nicht. Also, da ist für alle was dabei.

Sie sind ja jetzt noch relativ neu auf dem Markt. Was denken sie: Werden die sich durchsetzen?
Die werden sich auf alle Fälle durchsetzen. Es ist ‘ne neue Kategorie, die Intel jetzt halt speziell mit diesem “Ultrabook”-Brand bewirbt. Es gab schon immer voher flache Geräte, aber eben nie so viele.
Die ganzen Hersteller sind jetzt auch wild darauf und die wollen das jetzt auch künftig mit etwas größeren, also mit 14″ und 15″ Zoll-Displays, auch mit so flachen Geräten versuchen.

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Schlagwörter: Computer, Intel, Notebook, Ultrabooks

7 Antworten zu “Technik-Trends zum Anhören: Das können Ultrabooks”
  1. avatar Franz Schneider sagt:

    Danke für den interessanten Bericht @ Tanja.

    Ich bin ja der Meinung, dass mit immer stärker und günstiger werdenden Tabletts, die Ultrabooks bald wieder vom Consumer Markt verschwinden, vor allem bei solchen Preisen – im Business Bereich könnten sie evtl noch eine Weile bestehen, aber auch da sichern sich Tabletts langsam aber sicher die Vorherrschaft. Auf jeden Fall finde ich Intels Erwartung, Ende 2012 einen Marktanteil von ca 40% des Laptop-Marktes zu erreichen völlig utopisch.
    Aber schaun wir mal was da kommt ;)

    Grüßle Funny ;)

  2. avatar Tanja sagt:

    Hallo Funny :-)

    danke für die Blumen, aber du müsstest fast nicht mir, sondern unserem Experten Florian Müssig für seine kluge Einschätzung danken ;-)

    Wir als Elektronikhändler haben natürlich die eine Sicht auf die Ultrabooks , er als neutraler Beobachter dieses neuen Trends eine ganz andere – aber irgendwo in der Mitte treffen wir uns. Ich sehe die leistungsstarken inneren Werte, aber Ultrabooks sind iin erster Linie eben, wie du schon so treffend sagst, besonders für den Businessbereich interessant.
    Ich bin aber auch dem Tablet-Trend kritisch gegenüber eingestellt. Ich frage mich, wie lange der Siegeszug der Tablets noch anhält, obwohl ich selber im Besitz eines iPads bin.

    Schöne Grüße und danke für den Kommentar!
    Tanja

    • avatar Franz Schneider sagt:

      Wegen dem Siegeszug der Tabletts, stellt sich halt die Frage, wann ist der Markt gesättigt und welches Potential steckt noch dahinter?

      Ich finde die Teile mittlerweile dermaßen Praktisch *g obwohl ich recht wenig Apps nutze, aber die wo ich so nutze die sind echt für mich super nützlich, was ich früher in der Form nie erwartet habe.
      Mittlerweile hab ich ein Tablett von Archos zum lesen und gelegentlichen Surfen, ein i9000 das nicht benötigt wird als Minitablett in der Küche zweckentfremdet zur Musiksteuerung, entweder für das Frühstücksradio über den Fritz Repeater oder zur Steuerung des WD Mediaplayers. Bei fast jedem 2ten Film abends wird mal schnell per imdb geschaut wo verschiedene Schauspieler noch mitgespielt haben, oder mit dem Programmmanager schnell geschaut was später läuft.
      Die Einkaufsliste wird per evernote geschrieben und ist seitdem über Handy immer dabei- statt Zuhause auf dem Küchentisch.
      Den PC kann ich per remoteapp auch Fernsteuern usw usw
      Das alles wäre zwar mit einem Ultrabook auch machbar – aber mal ehrlich – es wäre tierisch umständlich *g
      Und die Entwicklung geht ja noch weiter, moderne TVgeräte kann man ebenso per App steuern wie Festplattenreciever und ähnliches, auch im Fahrzeugbereich kommen immer mehr Apps für Tabletts und Handys.

      Das einzige was Tabletts eigentlich gefährlich werden kann – sind in meinen Augen Smartphones – aber auch nur begrenzt wegen den kleineren Displays ;) – Im Gegenzug macht es aber auch nicht wirklich Spaß mit dem großen Archos über die Fritzphone-App zu telefonieren *g – also werden die beiden Gattungen sich nur in gewissen Bereichen gegenseitig das Leben schwer machen.
      Aber die Zeiten ändern sich so schnell, wenn in 2-3 jahre ein flexibles Display marktreif und bezahlbar werden würde, wären Tabletts in der Form wohl auch schon wieder bald vergessen – ich glaub im Bereich der Technik kann die Zukunft immer nur noch besser werden ;)
      Liebe Grüße Funny :)

  3. avatar Franz Schneider sagt:

    Apropo – bis dato hat Intel gerade einmal etwa eine Million Ultrabooks verkauft – was einem Marktanteil von etwa 0.4% gleich kommt – um noch auf die angepeilten 40% zu kommen müsste Intel die Geräte schon fast verschenken – wie gesagt – die Vorstellung ist/war/bleibt völlig Utopisch ;)

    Grüßle Funny

    • avatar Tanja sagt:

      Hallo Franz,
      das hat uns auch überrascht. Aber Intel steckt seine Hoffnungen ja jetzt in Windows 8…aber es ist schon auffällig, dass Tablets den Ultrabooks offensichtlich den Rang ablaufen.
      Dabei finde ich die Ultrabooks an sich nicht schlecht, aber ich finde, die Innovation daran hat gefehlt.

      Schöne Grüße,
      Tanja

      • avatar Franz Schneider sagt:

        Die Idee hinter den Ultrabooks ist wirklich nicht übel, aber leider sind sie zu umständlich finde ich. Ein Tablett hat schon alleine den Vorteil, dass man das Display nicht hochklappen muss. Vom Preis mal ganz abgesehen…

        Windows 8 könnte da evtl wirklich noch einmal etwas Schwung reinbringen.
        Habe meinen etwa 2 Jahre alten Acer 1420P Convertible mit einer SSD ausgestattet und Windows 8 darauf laufen – mit einer kompletten Bootzeit von 8-10 Sekunden (da Win8 ein neuartiges und tolles Bootsystem hat) ist das Gerät Spitzenklasse. Mit neueren Biossystemen kann bei den Ultrabooks diese Zeit sicher auf Tablettniveau gebracht werden und mit entsprechend klappbaren Touchscreen-Displays könnte auch das Kaufinteresse wieder steigen.

        Jedoch sollten es keine Displays wie beim neuen Samsung Series 5 Ultra Convertible oder beim Lenovo Yoga sein, wo das Display einfach nach hinten geklappt wird, und man auf der Unterseite dann die Tastatur hat…

        Na schaun wir mal was uns die Zukunft bringt – :)

        Grüßle Funny :)

  4. avatar Tom sagt:

    Ich liebe lange Akkulaufzeiten. Notebooks schaffen weniger, Ultrabooks laufen etwas länger und sind leistungsfähiger.

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