Was Infrarotheizstrahler von Gasheizpilzen & Co. unterscheidet

Viktor Grauer,
Einkauf Klimatechnik

In den letzten Jahren gehörten die Gasheizstrahler zu unserem Straßenbild. Aber aufgrund der hohen CO2-Emissionen haben zahlreiche Gemeinden den Einsatz von Gaspilzen inzwischen verboten: In Metropolen, wie zum Beispiel in Berlin, Stuttgart und Köln, wurden gasbetriebene Heizsysteme allesamt “kaltgestellt.” Die Alternative zum Heizen mit Gas sind jetzt die sogenannten Halogen-Infrarotheizstrahler.

Infrarot-Heizstrahler im Bistro

In der Vergangenheit haben sich Gasheizpilze zum Beispiel in der Gastronomie zum Heizen von Terrassenflächen großer Beliebtheit erfreut – natürlich nicht zuletzt wegen des Rauchverbots in Innenräumen (wir erinnern uns). Doch Gasheizpilze erweisen sich bei genauer Betrachtung als sehr ineffizient, was den Energieverbrauch und CO²-Ausstoß angeht.

Gasheizpilz oder Halogen-Infrarotheizstrahler zum Beheizen?

Halogen-Infrarotheizstrahler sind aus mehreren Gründen sinnvoller als mit Gas betriebene Wärmequellen. Ein Hantieren mit Gasflaschen entfällt schon von vornherein, was die Handhabung für Anfänger wesentlich leichter macht. Für den Betrieb gasbetriebener Heizsysteme würden außerdem strenge Regeln gelten, denn wegen dem direkten Verbrennen von Sauerstoff dürfen sie nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden und die Gasflaschen müssen in Schutzräumen gelagert werden.

Infrarotheizstrahler können im Außen- und Innenbereich an Decken, Wänden und Schirmen montiert werden. Warum? Ihre Gehäuse sind wettergeschützt. Ihnen genügen ganz normale 240-Volt-Hausstromanschlüsse und als zusätzliches Plus entfallen Aufheizzeiten, denn Wärme steht unmittelbar zur Verfügung, es gibt nur geringe Leistungsverluste durch Luftbewegungen.
Und – vielleicht ebenso interessant – zusätzlich lassen sie sich mit hochwertiger Steuerungstechnik wie Bewegungssensoren oder Zeitschaltern kombinieren.


Fiore 1800-Heizstrahler

Direkte Wärme dank Infrarottechnik

Als Vorbild für Infrarot-Geräte dient die Natur:
Die Sonnenstrahlung besteht zu einem großen Teil aus Infrarotwellen. Durch ihre Tiefenwirkung erweist sich Infrarotstrahlung als äußerst effizient.

Infrarot-Geräte erzeugen Wärmestrahlung im unsichtbaren infraroten Spektralbereich und bis zu 90% der vorhandenen IR-Wellen werden in Wärme umgewandelt. Das bedeutet, dass selbst bei eiskalten Außentemperaturen im Schnee die Infrarotstrahlung Menschen und Gegenstände wärmt, obwohl die Lufttemperatur konstant in den Minusgraden bleibt.

Besonders leistungsfähige Strahler nutzen vorwiegend den kurzwelligen IR-Bereich. Um die gewünschte kurzwellige IR-Strahlung zu erzeugen, muss die Röhre des Infrarotheizstrahlers besonders hohen Temperaturen von rund 2.600 °C standhalten. Hierzu werden Röhren aus Halogen eingesetzt. Halogen-Infrarotheizstrahler zählen dadurch zu den besonders effektiven Heizsystemen.

Im Gegensatz dazu nutzen konventionelle Heizsysteme wie zum Beispiel Heizlüfter, Radiatoren und auch die Gasheizpilze, das Prinzip der Konvektion. Dabei wird lediglich die Umgebungsluft erhitzt. Diese wärmt dann indirekt Körper und Gegenstände. Alle heißen Luftmassen steigen auf. Speziell Räume mit großem Volumen müssen daher lange vorgeheizt werden, bevor sich die erwünschte Temperatur einstellt. Als besonders ineffizient erweisen sich Konvektionsheizsysteme im Außenbereich. Hier entweicht der überwiegende Teil der Wärme völlig ungenutzt mit der aufsteigenden Luft in die Atmosphäre.

Um die gleiche Heizleistung von Halogen-Infrarotheizstrahlern zu erreichen, benötigen Gasheizpilze eine um das 2,5-fache höhere Leistung, denn ein großer Teil der Energie entweicht bei den Gasheizstrahlern durch die aufsteigende Luft.

Fazit:
Halogen–Infrarotheizstrahler (wie das gute “Fiore 1800″-Modell z.B.) sind eine sinnvolle Alternative, denn das Ziel sollte sein, Personen zu wärmen, welche sich im Außenbereich befinden – und nicht überwiegend die Luft.

Viele Grüße!
Viktor


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