Haus & Garten

10.07.2012

Weniger Einbrüche dank Sicherheitstechnik

von Gastautor

Reiner Schirm,
Einkauf Sicherheitstechnik

Hallo liebe Blogleser. Die Urlaubszeit steht vor der Tür und damit leider auch die Hochsaison für Einbrecher. Laut Versicherern und der Polizei steigt die Zahl der Einbrüche in Ferienzeiten um mehr als 30 Prozent. Doch von angewandter Sicherheitstechnik lassen sich gestandene Diebe durchaus beeindrucken: Rund 40 Prozent der Einbrüche scheitern an Sicherheitstechnik.



Beleuchtetes Haus

Alarmierend ist: Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die polizeiliche Kriminalstatistik registrierte von 2009 zu 2010 einen Zuwachs von bundesweit 6,6 Prozent auf 123.000 Einbrüche. Besonders in Sachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und Brandenburg stiegen die Zahlen im zweistelligen Bereich. Stark gestiegen ist auch die Zahl der Tageswohnungseinbrüche, denn mittlerweile findet jeder zweite Bruch am helllichten Tage statt.
Dagegen jedoch kann sich jeder schützen, denn bei all diesen alarmierenden Zahlen gibt es auch eine gute Nachricht: Rund 40 Prozent der Einbrüche scheitern an der Sicherheitstechnik und die Technik wird immer besser und wirkungsvoller.

Einbrecher mit Brecheisen

Der durchschnittliche Einbruch dauert: Fünf Minuten
Einen ersten guten Grundschutz bieten klassische Alarmanlagen sowie mechanische Sicherungstechnik an Fenstern und Türen. Damit kann allzu schnelles Einsteigen verhindert werden. Zudem haben akustische Alarmanlagen einen abschreckenden Effekt. Rollläden sollten gegen Aufhebeln gesichert werden, zusätzliche Türketten und Sicherheitsschlösser stellen weitere Hürden dar.

Denn der durchschnittliche Einbruch dauert nur rund fünf Minuten. Stößt der Einbrecher bereits früh auf Widerstand, bricht er nicht selten sein Vorhaben ab.

Grundsätzlich gibt es…

5 Sicherheits-Tipps, die man beachten sollte:

Immer abschließen
Haus- und Wohnungstüren nicht nur ins Schloss ziehen, sondern abschließen. Auch die Fenster schließen. Sonst kann der Versicherungsschutz erlöschen.

Anwesenheit vortäuschen
Signalisieren Sie Anwesenheit.
Lassen Sie Rollläden, Lampen und Radio über eine Zeitschaltuhr regelmäßig an- und ausschalten. Bei längerer Abwesenheit die Nachbarn bitten, den Briefkasten zu leeren.

Mechanische Grundsicherung
Tauschen Sie herkömmliche Türen und Fenster gegen speziell
einbruchhemmende aus oder setzen Sie auf eine Nachrüstung mit Zusatzsicherungen.

Alarmanlagen bieten Sicherheit und Komfort
Alarmanlagen wirken abschreckend und helfen, den Täter in flagranti zu schnappen. Sensoren können zusätzlich vor Gas-, Feuer- oder Wasseraustritt warnen.

Kostenlose Beratung vom Fachmann
Polizei und Fachhandel beraten kostenlos zu Schwachstellen und Schutzmaßnahmen.

Darüber hinaus lassen sich Haus und Hof auf vielen Wegen sicherer machen.


Videokameras bieten wichtige Beweismittel
Eine sinnvolle Ergänzung der Sicherheitstechnik ist die Videoüberwachung. Sie kann nicht nur als Signalgeber fungieren, sondern dient durch die Bildaufzeichnung auch als wichtiges Beweismittel, um im Falle eines Einbruchs den Täter zu überführen. Im Außenbereich helfen Kameras außerdem, unübersichtliche Ecken im Auge zu behalten. Bei Eingangstüren können sie mit dem Türöffner verbunden werden. An Grenzen jedoch stoßen die Kameras meist in der Dunkelheit. Ohne zusätzliche Lichtquelle sind die Bilder unscharf und kaum zu gebrauchen. Personen sind nur schemenhaft erkennbar.

Scharfe Bilder durch CCD-Sensoren
Deutliche bessere Ergebnisse erzielen Überwachungskameras mit CCD-Sensoren. Diese sehr lichtempfindlichen, elektronischen Bauelemente werden vor allem in Videosound Digitalkameras eingesetzt und können auf einem vergleichsweise einfachen Weg ein zweidimensionales Bild erfassen. Da die CCD Sensoren auch mit Infrarotlicht arbeiten, eignen sie sich besonders gut für Überwachungskameras. Mit ein setzender Dunkelheit schalten CCD-Kameras automatisch auf Infrarot-Modus um. Wird die Überwachungstechnik beispielsweise durch einen Bewegungsmelder aktiviert, leuchten Infrarot-LEDs den entsprechenden Bereich aus und die Kamera zeichnet auf.

TV-Linien statt Pixel
Wichtig für ein qualitativ hochwertiges Bild ist neben den CCD-Sensoren aber auch die Auflösung der Kamera, die digital in Pixeln und analog in TV-Linien (TVL) benannt wird. Der Wert der TV-Linien gibt an, wie viele horizontale und vertikale Linien in einer Fläche noch gut erkennbar sind. Eine Bildauflösung von beispielsweise 1280 x 720 Pixeln entspricht 720 TVL. Die meisten analogen Überwachungskameras haben zwischen 400 und 600 TV-Linien. Werte über 500 TVL sind in jedem Fall sehr gut und garantieren ein scharfes Bild auf dem Überwachungsmonitor.

Bewegungsmelder am Fenster

Bewegungsmelder: Infrarot , Ultraschall oder Mikrowelle?
Zum Auslösen einer Videoaufzeichnung, einer Lichtquelle oder der akustischen Alarmanlage leisten Bewegungsmelder im Innenbereich gute Dienste. Als „unsichtbare Augen“ haben sie einen Raum fest im Griff und registrieren jede Veränderung.

Grundsätzlich gibt es zwei Funktionsweisen:
Infrarot und Ultraschall.
Infrarotsensoren sind passiv, sie reagieren beispielsweise auf ein verändertes Temperaturumfeld und lösen so Alarm aus. Daher müssen bei der Montage auch andere Wärmequellen wie Heizungskörper, ein Kamin oder auch einfallende Sonnenstrahlen berücksichtigt werden. Entsprechend sind sie auch gut für Randmeldeanlagen geeignet.

Ultraschallsensoren hingegen sind aktiv, sie senden Töne in einer sehr hohen Frequenz aus, die das menschliche Ohr nicht hören kann. Stoßen die Ultraschallwellen auf ein neues Hindernis, etwa einen Menschen, wird das Schallbild verändert und der Kontakt, sprich der Alarm, ausgelöst. Durch die Feinjustierung der Schallwellen kann jedoch verhindert werden, dass beispielsweise schon bei einem kleinen Tier Alarm ausgelöst wird. Ähnlich arbeiten auch Mikrowellen-Bewegungsmelder: Sendefrequenz und Empfangsfrequenz werden ständig überwacht. Verändert eine Person, die den Raum betritt, das Frequenzbild, wird Alarm ausgelöst.

Rauchmelder von Conrad

Rauchmelder schützen zuverlässig und deutlich hörbar vor lebensgefährlicher Rauchentwicklung.

Intelligente Verknüpfung
So genannte Dualmelder vereinen beide Sensortypen in einem Gerät und geben erst dann Alarm, wenn beide Quellen eine Veränderung melden. Nach diesem Prinzip arbeiten auch Bewegungssensoren, wenn sie über eine UND-Verknüpfung verbunden sind. Das ist sinnvoll, wenn Sensoren relativ dicht nebeneinander verbaut sind. Die UND-Verknüpfung gibt den Alarm erst frei, wenn alle geschalteten Sensoren reagiert haben. Damit kann auch ein möglicher Fehlalarm durch eine Fehlfunktion ausgeschlossen werden.

Schutz vor Hausbränden
Zu einer guten Sicherheitstechnik im Haus gehört zu guter Letzt auch Brandschutz. Denn bereits kleine Schwelbrände können große Schäden verursachen, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden. Gerade in der Urlaubszeit ist es daher wichtig Feuermelder auf ihre Funktionalität zu überprüfen und Nachbarn zu informieren, wo sich im Ernstfall ein Feuerlöscher befindet.

Viele Grüße!
Reiner

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Schlagwörter: Alarm, Alarmanlage, Bewegungsmelder, CCD, Einbruch, Schutz, Sicherheit, Sicherheitstechnik, Videokamera

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