Wie baue ich einen LED Tisch? – eine Anleitung

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Als cooles Technikgadget oder Blickfang auf der nächsten Party: unser LED Tisch ist ein einfaches DIY-Projekt für Arduino Einsteiger. Welches Material du brauchst und wie der Tisch aufgebaut ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Benötigtes Material:

Die Basis – Beistelltisch aus dem Möbelhaus

Ein einfacher Beistelltisch mit Hochglanzlack ist die Basis für unseren Umbau. Solche Tische, die schon für unter 10€ zu bekommen sind, bestehen meist nur aus einer dünnen MDF (Pressspanplatte) auf der Ober und Unterseite, in der Mitte sorgt ein Wabenmuster aus Pappe für die notwendige Stabilität. So lässt sich der Tisch auch mit einem scharfen Taschen- oder Küchenmesser bearbeiten, spezielles Holzwerkzeug ist nicht notwendig.

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Das Loch, das wir in den Tisch schneiden, sollte ein Quadrat ergeben, in unserem Fall 40cmx40cm. Als spätere Abdeckung wird ein Stück Plexiglas benötigt, das es im Baumarkt zu kaufen sind. Mattes Plexiglas versteckt die LED Technik vor neugierigen Blicken.

Damit die LEDs sich später nicht gegenseitig überblenden, braucht es noch eine Abgrenzung zwischen den einzelnen LEDs. Diese kann aus Holz oder auch Pappe bestehen, die den Raum in gleichmäßige Quadrate aufteilen. Wir haben uns für  5×5 LEDs entschieden, und das Gestellt entsprechend aus Holz gefertigt.

Damit sind die Vorarbeiten am Tisch selbst beendet, nun kümmern wir uns um den Arduino sowie die Ansteuerung der LEDs.

Huckepackplatine für den Arduino

Da die Leistung des Arduinos nicht ausreicht, um die LEDs direkt anzusteuern, haben wir eine kleine Platine entworfen, die Huckepack auf den Arduino gesteckt werden kann. So könnt ihr den Tisch schnell nutzen, aber gleichzeitig auch noch für andere Projekte nutzen.

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Die Platine besteht aus zehn Leistungstransistoren, die jeweils eine der fünf Plus- und Minuspole steuert.  So können wir mittels PWM und Kaskadierung jede einzelne LED ansprechen, ohne 25 LEDs direkt an den Arduino anschließen zu müssen.

Der Arduino kann nun mit seiner geringen Leistung die Transistoren schalten, welche wiederum Stroma auf die LEDs geben.

Die Platine für unser Exemplar wurde geätzt, die entsprechenden Layouts findest du hier zum Download. Natürlich lässt sich die Platine auch auf einer Lochrasterplatine nachbauen, dafür haben wir für dich den Schaltplan bereitgestellt:

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Die Software sorgt für Lichteffekte

Die Lichteffekte erzeugen wir mit dem Arduino. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, alles was dir gefällt ist machbar. Von einfachen Figuren bis hin zu sich dynamisch verändernden Muster kannst du alles realisieren. Mittels Pulsweitenmodulation (PWM) können mehrere LEDs scheinbar gleichzeitig leuchten, obwohl in Wirklichkeit der Arduino nur einige hundert Mal pro Sekunde die einzelnen LEDs ein- und ausschaltet. Nach dem gleichen Prinzip werden die LEDs auch in der Helligkeit gedimmt.

Der Zusammenbau

Wenn der Arduino programmiert und die Platine gelötet ist, können wir uns an den Zusammenbau machen. Dafür werden zunächst die LEDs verkabelt, das Gitter dient als Schablone zum Ablängen der Kabel. Das fertige Kabelnetz sollte wie ein Netz aussehen: Alle Pluspole führen zur einer Seite, alle Minuspole zur anderen. Diese Gitter legen wir nun in den Tisch ein und fixieren die LEDs mit Heißkleber. Anschließend kann das Gitter ebenfalls eingelegt und geklebt werden, bei Holz vorzugsweise mit einem Holzleim.
Wenn der Kleber angetrocknet ist, verstecken wir im übrig geblieben Tischrand noch den Arduino und machen ihn über ein kleines Loch von außen  zur Stromversorgung zugänglich, dann kleben wir auch die Plexiglasscheibe ein.

Einstecken – fertig!

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Unser Tisch ist nun vollendet: Sobald der Arduino Strom bekommt, startet unser Lichtershow. Natürlich lässt sich das Programm noch verändern, sodass wir die Lichteffekte regelmäßig austauschen können, damit es nicht langweilig wird.
Als mögliche Upgradefunktionen bieten sich die Verwendung eines Mikrofons an, damit der Tisch auf Geräusche in der Umgebung reagieren kann, oder die Verwendung von RGB LEDs in jeder Kammer – wir haben in unserem Modell darauf verzichtet, da der Verkabelungs- und Programmieraufwand dann deutlich größer wird – ein spannendes Projekt ist es dennoch, und die Möglichkeiten sind noch vielfältiger.

Schickt uns Bilder von deinem Tisch! Du hast den LED Tisch nachgebaut und noch mit coolen Extras ausgestattet? Poste dein Bild auf unsere Facebookseite. Wir freuen uns auf deine Ideen.


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