Wird das Glühlampenverbot gekippt?

Glühlampenverbot

Wird aus dem Glühlampenverbot bald ein Energiesparlampenverbot?

Heute Morgen überraschte uns die Meldung, dass führende EU-Parlamentarier das Glühlampenverbot kippen wollen.

Das Glühlampenverbot wurde eingeführt, um unnötige Stromkosten zu sparen und den CO2-Ausstoß drastisch zu verringern. Deshalb müssen in den nächsten Jahren alle stromfressenden und unwirtschaftlichen Glühlampen gegen effiziente Energiesparlampen ausgetauscht werden. Der Austausch erfolgt durch ein abgestuftes Verkaufsverbot von Glühlampen, wobei vorhandene Lagerbestände noch abverkauft werden dürfen.

Nach dem bereits 2009 das „Aus“ für die 100 W Glühbirnen kam, hat es dieses Jahr die 75 W-Typen getroffen. Ab 2011 dürfen keine 60 W Lampen mehr verkauft werden und ab 2012 sollen alle Glühlampen aus den Verkaufsregalen verschwunden sein.

Soweit zum Glühlampenverbot, über das wir bereits hier in diesem Beitrag hier in diesem Beitrag berichteten.

Doch warum ist jetzt auf einmal wieder alles anders?

Hintergrund ist die Warnung des Bundesumweltamtes vor Quecksilber in den Energiesparlampen. Der Vorsitzende des Industrieausschusses, Reul, warf der EU-Kommission wörtlich vor, “ getrieben vom Klimaschutzwahn Symbolpolitik zu betreiben“. In die gleiche Kerbe schlug auch die Vize-Präsidentin des Europa-Parlaments, Frau Koch-Mehrin. Sie meinte: „Es könne nicht sein, dass die beliebten und bewährten Glühbirnen unter dem Deckmantel des Umweltschutzes vom Markt genommen und durch gesundheitsgefährdende Produkte ersetzt würden“.

Da frage ich mich natürlich was das soll? Das Energiesparlampen Quecksilber enthalten und dadurch nicht in den Hausmüll gehören, weiß bei uns doch mittlerweile jedes Kind. Aber in Brüssel hat sich das anscheinend noch nicht rumgesprochen.

Auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, ob Frau Koch-Mehrin den tatsächlichen Wirkungsgrad von Glühbirnen kennt. Denn wenn über 90% der zugeführten Energie in unerwünschte Abwärme gewandelt wird, kann man doch nicht wirklich von zeitgemäßer Technik reden.

„Beliebt und bewährt“ waren Glühbirnen doch nur, weil sie billig waren und es keine andere kostengünstige Alternative mit besserem Wirkungsgrad gab.

Oder wie seht Ihr das?



19 Kommentare

  • avatar Martin sagt:

    LED-Technik ist die einzig wahre Technik 😉

    • avatar Christoph M. sagt:

      Dass das Glühlampenverbot gekippt werden könnte, ist eine sehr erfreuliche Nachricht! Neuseeland hat es ja vorgemacht.

      Der Energiesparlampenzwang nutzt allein der Lampenindustrie und den von ihr gesponserten Politikern. Ich empfehle die Webseite von dem Heidelberger Arzt Alexander Wunsch, der sehr gut erklärt, warum das Licht von Energiesparlampen gesundheitsschädlich ist – ganz unabhängig vom Quecksilber.

      http://www.lichtbiologie.de

      Dieser Link ist auch sehr interessant:

      http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2009/10/08/gluehbirnen_wechseln/

      Frohe Weihnachten!

      Christoph

      • avatar Peter sagt:

        Hallo Christoph,

        danke für die Hinweise und die beiden Links. Ich glaube mir geht es da wie vielen anderen Menschen, die sich über die Auswirkungen der unterschiedlichen Lichtquellen auf die Psyche noch keine Gedanken gemacht haben.
        Zumindest sieht man daran, wie komplex das Thema ist und wie viele unterschiedliche Sichtweisen es gibt.

  • avatar Christoph M. sagt:

    Hallo Peter,

    ja, ich glaube auch, daß es vielen so geht. Das Tragische ist eben, daß man irgendwelche Beschwerden kaum mit der Beleuchtung in Zusammenhang bringt. Die Leute gehen womöglich zu Ärzten, kriegen Medikamente und werden erfolglos untersucht, weil Symptome wie Dauerkopfschmerzen und brennende Augen und was weiß ich ja auf alle möglichen ernsthaften Krankheiten hindeuten können.

    Hier noch ein Link, den ich gebookmarkt hatte: (Mit kurzem Video)

    http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2010/0125/00_energiesparlampen.jsp

    Übrigens, Herr Wunsch hatte mich gefragt, ob ich bei der Sendung mitmachen wollte.

    Gruß und Frohe Weihnachten

    Christoph

  • avatar Gor sagt:

    Ich war in den 90ern von Energiesparlampen sehr angetan, bis zu jenem Tag, an dem ich die gemütliche Beleuchtung meines Küchenschranks aus Kieferholz umstellen wollte. Energiesparlampen warfen einen fahlen grünlichen Schein auf das Holz und störten das appetitliche Küchenambiente. Glühlampenlicht ist rötlicher. Seither nutze ich jede Lampenart dort, wo ich es für sinnvoll halte. Weder ein Glühlampenverbot noch ein Verbot der seit 20 Jahren bewährten Energiesparlampe halte ich für sinnvoll. Die EU sollte sich aus solchen Dingen raushalten. Eine Menge Zeit und Energie könnte gespart werden, wenn die EU einfach den Verbraucher entscheiden lassen würde. Es muss nicht alles geregelt werden, schließlich leben wir in einer freien Gesellschaft.

  • avatar kirosk sagt:

    Hallo,
    Tatsache ist, dass die Glühlampen Energiefresser sind – auch eine noch so „ausgereifte Technik“ – eine der Ältesten der Elektrotechnik überhaupt – hat mal ausgedient !!
    Aber es gibt doch mindestens noch zwei weitere Spartechniken als die Leuchtstoffröhre – Halogen und vor allem LED!
    Bei Halogen ist die Entwicklung noch lange nicht zu Ende. Da wird pro Watt Leistung immer mehr und mehr Leuchtkraft erzeugt, also die Effizient mehr und mehr verbessert. Siehe Autoscheinwerfer und Glühlampenersatz.
    Bei LED kommt die Technik nun auch so langsam in bezahlbaren – und brauchbaren Bereich – das ist auch DIE Zukunfttechnologie schlechthin !!!
    Glühlampen sind out – aber unsere Politiker sollten sich halt auch mal um das Machbare informierenn – und nicht nur in eine gerade aktuelle Bresche hauen und keine Ahnung davon zu haben was Sache ist !!
    Halogen- und Sparlampen haben leider im Endeffekt zu viele Nachteile wie geringe Langlebigkeit und immense Schadstoffe – das kann nur – wenn überhaupt – ne Übergangslösung sein !

  • avatar Peter sagt:

    Hallo zusammen,
    zunächst einmal herzlichen Dank für Eure Kommentare und Meinungen.

    Wenn man sich die unterschiedlichen Stellungnahmen so anschaut, kann man zusammenfassen, dass Glühlampen zu ineffizient, Energiesparlampen zu giftig und LED-Lampen zu teuer sind.

    Und da muss ich „Gor“ recht geben, dass jeder Verbraucher doch selbst für sich entscheiden soll, welchen Nachteil er in Kauf nehmen will. Warum muss in Deutschland (oder in der EU) immer gleich alles reglementiert, normiert oder per Gesetz geregelt werden?

    Brauchen wir das wirklich oder wollen sich hier nur einige profillose Politiker in den Vordergrund drängen? 😯

  • avatar Torsten sagt:

    Energiesparlampe? Wie ist das Verhältnis des Energieverbrauches von Energiesparlampe zur Glühbirne im gesamten Dasein der Objekte? Vom Energieverbrauch der Herstellung (Elektronik, dickeres Glas mit teilweise kompl. Formen) und dem Recyceling mit einbezogen (Entsorgung der Giftstoffe, Elektronik, ect)?
    Es rechnet sich nur bei langen Leuchtzeiten mit wenig Schaltzyklen, z.B. in dauerbeleuteten Bereichen! (und an die Lampe an der Decke kommt kein „Kind“)
    Fazit; Richtig abwägen, wo was eingesetzt wird!
    Und richtige Aufklärung über alle Für und Wider hilft am besten! 💡

  • avatar Christoph M. sagt:

    Hallo zusammen,

    Energiesparlampen UND LEDs haben einen hohen Blaulichtanteil, egal welche Farbe die LEDs haben mögen und egal ob die Energiesparlampen von einem Dr. Soundso als „Bio“ oder „Warmton“ verkauft werden. Auf der Seite Makuladegeneration.org sagt Herr Wunsch:

    „Experten sehen deutliche Zusammenhänge zwischen der Energiesparlampe und Makuladegeneration
    Alexander Wunsch, Lichtbiologe und Mediziner sagt, dass die zwangsweise Einführung der Energiesparlampe mit dem gesunden Menschenverstand nicht nachzuvollziehen sei und erklärt weiter: „In einer Vielzahl von Zellversuchen wurde festgestellt, dass blaues Licht die Rezeptorzellen der Netzhaut oxidativ schädigt und die Entwicklung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) vorantreiben kann“. Weiter sagt er: „Für die Netzhaut ist blaues Licht gefährlicher als UV-Strahlung, da die ultravioletten Anteile bereits in den vorderen Augenabschnitten wie Hornhaut und Linse herausgefiltert werden“. „Sichtbares kurzwelliges Licht hingegen dringt ungehindert bis zur Netzhaut vor und erzeugt dort oxidativen Streß.“

    Zusätzlich wird durch den hohen Blaulichtanteil die Ausschüttung von Melatonin verhindert bzw. stark vermindert, was für den Körper Stress bedeutet. Melatoninmangel wird auch mit dem Entstehen von Krebs in Verbindung gebracht.

    Halogenlampen haben wie die Glühlampen ein kontinuierliches Spektrum und sind deshalb wie das Sonnenlicht für Mensch und Tier am besten verträglich.

    Gruß

    Christoph

    • avatar Frank sagt:

      Hallo,

      als langjähriger Züchter exotischer Pflanzen (Chilis) habe ich das Problem, dass ich mit dem Heranziehen dieser Pflanzen bereits im Januar beginnen muss und mangels Sonnenlicht zu dieser Jahreszeit auf Kunstlicht angewiesen bin.
      Dabei ist allerdings nicht jede Lampe geeignet, das Sonnenlicht-Spektrum zu ersetzen. Pflanzen können nämlich NUR Rot- und Blau-Anteile für die Photosynthese verwerten, nicht aber Gelb- und Grünanteile.
      Tatsache ist, dass nahezu alle Energiesparlampen und LED-Leuchtmittel aus diesem Grund völlig ungeeignet sind, da Blau- und Rot-Anteile fast vollständig fehlen – im Gegensatz zum natürlichen Sonnenlicht!
      Sie strahlen nahezu AUSSCHLIESSLICH Gelb- und Grün-Anteile ab.

      Aus diesem Grund werden derartige Beleuchtungen auch von keinem Gartenbetrieb eingesetzt, trotz des Energiespareffektes. Die Pflanzen würden eingehen.

      Geeignet sind lediglich Leuchtstoffröhren mit den Farbkennungen 865 und 077 sowie Natriumdampflampen.
      865er haben ein der Sonne ähnliches Farbspektrum, also MIT den unbedingt notwendigen Blau- und Rotanteilen, die das natürliche Sonnenlicht enthält.
      077er sind spezielle, nur für Pflanzen geeignete Lampen (nicht für Wohnraumzwecke). Gelb- und Grünantele sind bei 077ern ausgeblendet (es scheint fast so, als habe der Herr Wunsch DIESE für seine außergewöhnlichen Aussagen herangezogen, er benennt keinerlei Farbkennzahl…). 😉

      Energiesparlampen mit der Farbkennung 865 gibt es bislang nur ganz wenige. Fast alle lassen die Blauanteile vermissen.

      Zudem erreicht KEIN Leutmittel die intensiven Blau-Anteile (und Rot-Anteile) des natürlichen Sonnenlichtes!

      Und dass Sonnenlicht trotz seiner hohen Blauanteile (die kein Leuchtmittel erreicht) nicht krank macht, dürfte bekannt sein.

      Als Veranschaulichung 2 Links:
      Lichtspektren einiger Leuchtmittel unterschiedlicher Farbkennung:
      http://www.sylvania-lamps.com/images/stories/catalogs/LampCatalogue/6GR-KOMPAKTLEUCHTSTOFFLAMPEN.pdf

      Lichtspektrum der Sonne:
      http://www.solarserver.de/uploads/pics/sonnen_spektrum_1.gif

      Gruß

      Frank

  • avatar Christoph M. sagt:

    Hallo Frank,

    Deinen Beitrag kann ich nicht unkommentiert lassen. Was Pflanzen und Photosynthese angeht, hast Du zweifellos Recht. Daß Leuchtstoff- oder Energiesparlampen kaum Blauanteil haben, ist nicht richtig und auf diesen Spektren leicht zu erkennen:

    http://www.hereinspaziert.de/spektren/spektren.htm

    Mir ist vor allem eines wichtig: Das natürliche Tageslicht verändert sich im Laufe des Tages. Um die Mittagszeit ein höherer Blau-, morgens und abends ein höherer Rotanteil. Und man schaltet das Licht ein, wenn es draußen noch, oder wieder dunkel wird. Der Energiesparlampenbenutzer holt sich zur falschen Zeit somit „Mittagslicht“ in seine Wohnung, was unnatürlich und nachgewiesenermaßen gesundheitsschädlich ist. Der Verwender von Glühlampen dagegen knüpft an das noch nicht vorhandene „Morgenlicht“ bzw. das schwächer werdende „Abendlicht“ an. Beides mit höherem Rotanteil, was perfekt zur Glühlampe paßt. Und die Glühlampe paßt wiederum perfekt zur Tageszeit.

    Hier kann man Tageslicht-, Glühlampen- und Leuchtsofflampenlichtspektren schön miteinander vergleichen:

    http://www.sator.at/Schaedliches-Licht-Warum-Ener.550.0.html

    6500K entspricht einem sonnigen Tag um die Mittagszeit, man würde seine Augen wahrscheinlich mit einer Sonnenbrille schützen. Wer macht das schon abends zu Hause?

    Gruß

    Christoph

    • avatar Frank sagt:

      Hallo Christoph,

      auch ich hatte Links gepostet, die die Lichtspektren diverser Leuchtmittel zeigen, zudem das Lichtspektrum des Sonnenlichtes.

      Leider ist es Fakt, dass bis auf 865er und 077er sowie Entladungslampen kein Leuchtmittel den notwendigen Blauanteil liefert, den Pflanzen benötigen. Dominant sind dagegen Gelb und Grün.

      Der Blauanteil des Lichtes ermöglicht das Wachstum des Grüns, der Rotanteil ist für die Blütenbldung notwendig.

      Bei meinem ersten Homegrow-Versuch habe ich noch blauäugig normale Leuchtmittel (LSR, ESL, AGL, Halogen) verwendet – das Ergebnis war vernichtend! Absolut NICHTS überlebte! Daher habe ich mich in der Folgezeit eingehend mit dieser Problematik befasst, habe Foren durchforstet, Lichtspektren studiert und meinen Bruder befragt (Doktor der Biologie).

      Auch Aquarianer (bin ich ebenfalls) wären überglücklich, wenn sie statt der teuren Speziallampen die billigen 08/15-Röhren verwenden könnten.

      Leider geht auch dort sämtliches Leben mangels Blauanteil ein, da keinerlei Photosynthese möglich ist.

      Schönes Wochenende.

  • avatar Christoph M. sagt:

    Hallo Frank,

    die ausgeprägten Spitzen im Bereich von 400nm und 440nm scheinen also für den Menschen sehr schädlich und für Deine Pflanzen unwirksam zu sein. Sonnenlicht enthält die ganze Bandbreite an Wellenlängen. Daß Blattgrün auch blaues Licht reflektiert, erscheint mir nur logisch. (Eigene Farbe wird reflektiert, Komplementärfarbe absorbiert). Wenn Deine Pflanzen z.B. ausgerechnet nur im Bereich von 425nm absorbieren können, dann nutzen 1000 Leuchtstofflampen nix.

    Wenn Du das halbwissenschaftlich angehen willst, geh mit einem Blatt von dem Chili zu einer Druckerei oder Reprobetrieb. Die können mit einem Aufsichtsdensitometer die exakte Farbe bestimmen. Mithilfe einer Normfarbtafel läßt sich der Wellenlängenbereich ermitteln , der reflektiert wird.
    Auf diese Weise kannst anhand von den Spektren der Lampenhersteller diejenigen aussortieren, deren Wellenlängen vom Blattgrün reflektiert werden.
    Ich denke mal, einen Versuch ist es wert.

    Zusätzlich würde ich für ein paar Stunden auch Glühlampen verwenden für den Rotanteil.

    Auch schönes Wochenende

    Christoph

  • avatar Gartenbetrieb Hertmann sagt:

    Hallo und schöne Grüsse aus Paderborn.

    Das ist ein interessante Diskussion, in die ich mich einschalten möchte.

    Ich bin nähmlich vom Fach, was die Brauchbarkeit von Leuchten für Pflanzen angeht.

    Es wäre wirklich schön, wenn wir Energisparlampen und einfache Röhren als Beleuchtung nehmen könnten. Das würde viel Geld sparen 😛

    Leider geht es aber nicht, da hat Frank Recht. Pflanzen erscheinen grün, weil sie diese Farbe reflektieren. Alle anderen Farben werden absorbiert – blau und rot. Nur diese kann eine Pflanze verwerten.
    Wir verwenden hier indoor Entladungslampen mit je 400 Watt und in Aufzuchtboxen 3-Banden-Röhren LKZ 865 von Narva und Osram (Osram ist besser aber teurer).

    Und selbst die sind gegenüber dem Sonenlicht unterlegen – logisch. 😛
    Das hat noch viel intensiveres blau und rot in ALLEN Wellenlängen (einschl. 420, 438, 440…alles) bis hinein in nicht sichtbare Bereiche…und nicht nur eine kleine Spitze wie biilige Lampen, sondern eine extrem höhere Dosierung. Glühbirnen kann man gar nicht nehmen außer als Heitzung. 😆

    Das ist nicht „halbwissenschaftlich“, keine Theorie, sondern Praxis 😉 Es gibt auch wissenschafliche Sachen zu lesen, wo spaßige Benzinzusätze als tolle Sache angepriesenwerden und Magnetfelder für das Wohlbefinden und das Schicksal bewiesen werden. Man darf nicht alles glauben, was jemand schreibt. Vor allem dann nicht, wenn er Tatsachen widerspricht und sich sooo schlau ausdrückt. Das ist eher eine verschwörungstheorie, die reden auch schlauen Unsinn, der Tatsachen einfach leugent… 😀

    Das Internet ist übrigens voll von solchen Infos und alle kommen zu nur einem Ergebnis. Aber Plastikpflanzen sind ja auch schön….. 😆

    Schade, mit geldsparen wird es daher leider nix, trotz Herrn Wunsch 🙁
    Aber der behauptet auch, dass man durch falsches Licht Prostatakrebs bekoommen kann und sehr viele anderen Krankheiten und dass Musik und Magie (!!) helfen können. Leider war das wohl nicht gut genug belegt für einen Doktor-Titel… 😈

    Grüne Grüsse

    Carola

  • avatar Basiliskenmaus sagt:

    Zitat der Website Makuladegeneration:
    „Löst der Gebrauch einer Energiesparlampe Makuladegeneration aus?
    Aufgeschreckt durch neuste Nachrichten rufen uns immer mehr Betroffene von Makuladegeneration an und fragen uns, ob das stimmt. Wir können diese Frage nicht mit letzter Sicherheit beantworten….“
    Weiteres Zitat: „Ebenso heißt es, dass Studienergebnisse bekannt seien, bei denen zumindest ansatzweise auch die möglichen Verbindungen zwischen Kunstlicht und der Entstehung von Brustkrebs oder auch Dickdarm- und Prostatakrebs diskutiert würden.“
    Noch ein Zitat: „Lachenmayr sagte weiter, das nicht auszuschließen sei, dass durch das Licht der Energiesparlampen vermehrt Fälle von altersbedingter Makuladegeneration auftreten können.“

    Genug der Zitate von dieser…bemerkenswerten…Seite voller „hätte“ „könnte“ „möglicherweise“ „eventuell“. Und die Ausagen werden selbst von den Websitebetreibern selbst infrage gestellt und als unbewiesen in den Raum gestellt.
    Auch habe ich mir die oben genannten Farbspektren angesehen und frage mich: Wovon reden diese wenigen Experten überhaupt? Immerhin sollte man sich auch mal die Verteilung auf der x-Achse ansehen – die Intensität. Gegen das Sonnenlich sind da alle ESL mickrige Funzeln, auch in den genannten Wellenbereichen! Ergo muss Sonnenlicht geradezu tödlich sein!

    Dann ist zudem platt von „Studien“ die Rede – ohne jede nachprüfbare Quellenangabe. Und die kommen zu dem Schluss, dass künstliches Licht toxisch ist..also giftig!!! Es folgen Fachausdrücke, um Kompetenz zu suggerieren….. Imponieren statt informieren!

    Kaum eine Quelle wird benannt, ebenso ist von namenlosen „Experten“ die Rede. Die Seite wirkt wie ein Puzzle von irgendwelchen Aussagen, die zu einem bestimmten Zweck zusammengetragen und zusammengebaut wurden. Gleichzeitig bleibt man aber unverbindlich…könnte, würde, mag sein..oder…auch nicht.
    Mit anderen Worten….nichts davon ist bewiesen, nichts ist belegbar, nichts ist Fakt, dafür wird alles Vermutet, was aufhorchen lässt und Ängste schürt.

    Andere Themen dieser Seite sind da aussagekräftiger und seriöser.

    Übrigens fuhr vor 175 Jahren das erste mal ein Zug in Deutschland. Der Adler fuhr von Nürnberg nach Fürth (oder anders herum). Damals warnten „Experten“, dass Geschwindikeiten von mehr als 40 km/h für den Menschen tödlich sein „könnten“.

    „Experten“ warnten auch von der großen Gefahr durch die Schweinegrippe und machten gar die WHO verrückt.

    In dem Sinne: Immer schön die Augen offen halten, genau lesen und nicht alles als Status Quo konsumieren, nur weil ein „Experte“ etwas sagt…erst recht, wenn dieser nicht einmal beim Namen genannt werden. ❗

    Betty

    • avatar Frank sagt:

      Guten Abend zusammen,

      leider war ich heute verhindert, nicht im Büro und schon tut sich hier etwas. Aber zum Glück ist man ja auch im trauten Heim nicht isoliert.

      Es freut mich, dass dieses Thema offensichtlich so sehr von Interesse ist, dass eine kontroverse Diskussion ausgelöst wurde.

      Etwas Unbehagen erzeugt in mir allerdings die Aussage, ich würde „halbwissenschaftliche“ Statements abgeben, lieber Christoph. Feststehende Fakten mit allgemeinverständlichen Worten erklärt sind keinesfalls halbwissenschaftlich.
      Wissenschaft basiert auf Fakten und nicht, wie auf der angegebenen Website auf Vermutungen, nicht genannten Quellen und groben Fehlern in der Argumantation.

      Ich versuche systematisch vorzugehen:

      Es gibt ESL und Röhren (ist ja nur eine andere Bauform) mit den unterschiedlichsten Lichtkennzahlen und demzufolge Lichtverteilungsspektren. Es gibt 500er, 600er, 700er, 800er und 900er. In jeder dieser Gruppen gibt es wiederum unterschiedliche Untergruppen…z.B. 825er, 830er, 840er, 860er, 865er…usw.

      Jede davon hat ein von den anderen unterschiedliches Spektrum. Noch dazu gibt es verschiedene Hersteller und eine 830er von Osram hat kein völlig deckungsgleiches Spektrum zu einer Narva.

      All das kümmert auf der Website „makuladegeneration“ niemanden. Statt dessen wird von DER ESL gesprochen, als gäbe es nur eine einzige. Und genau diese ESL hat einen Blau-Peak bei einer genau definierten Wellenlänge im Blaubereich. Allein…es fällt kein Wort darüber, welche LKZ diese hatte und von welchem Hersteller diese war. Es gibt zig verschiedene und jede hat ein anderes Spektrum.

      Einige Beispiele:
      Lumilux 827: peak bei 440 nm
      Lumilux 830: winziger Peak bei 430 nm
      Lumilux 840; Peak bei 440 nm
      Sylvannia 865: Peak bei 430 nm
      Narva 865: Peak bei 450 nm

      Das sind nur enige wenige.

      Welches Leuchtmittel mit welcher LKZ welches Herstellers war es also, das den so schlimmen Peak bei 438 nm hat? (den die Sonne in einer unvergleichlich höheren Leistungsdichte abstrahlt)

      Zu den anderen genannten Leuchtmitteln
      LEDs erreichen in der Regel einen Peak bei 450 nm.

      Glühbirnen strahlen fast kein Blau aus. Das Spektrum steigt zu Rot hin kontinuierlich an.

      Die Sonne hat ihre höchste Intensität im Bereich von 400 bis 500 nm und dann fällt die Kurve zu Rot hin sanft ab.

      Ich habe zudem einen interessanten Link zu dem Thema. Dort erklären andere „Experten“ klipp und klar, wie Blau ganz anders wirken soll. Bessere Konzentration, besseres Wohlbefinden…usw.

      Ich würde sagen: Suchen wir uns eine Version aus 🙂

      http://gesundheitsnews.imedo.de/news/105988-blaues-licht-verbessert-konzentration-im-buro

  • avatar Christoph M. sagt:

    Hallo,

    @Frank – da hast Du mich gründlich mißverstanden! Es war m e i n „halbwissenschaftlicher“ Vorschlag, ein Blatt mit einem Denstometer zu messen, um Dir mühsame Probiererei zu ersparen. Das hat sich ja nun Dank einem Experten erledigt.

    @Carola – Daß sich Glühlampen nicht für den nötigen Rotanteil eignen, sondern nur als Heizung, leuchtet mir nicht ganz ein.

    @Betty – Leuchtstofflampen sind sicher wie du sagst mickrige Funzeln im Vergleich zum Sonnenlicht. Allerdings gebe ich zu bedenken, daß durch die wesentlich gleichmäßigere Verteilung aller Wellenlängen bei hoher Helligkeit unsere Augen mit Hilfe der Iris „abblenden“ können. Dadurch kommt auch entsprechend weniger blaues Licht ins Auge. Durch die geringere Helligleit der Leuchtstofflampe ist unsere Iris relativ weit geöffnet, die Spitzen im Blauanteil kommen ungehindert ins Auge. Mehrere Leuchtstofflampen mit höherer Helligkeit ändern an dem Effekt nichts.

    Warum hier an der Kompetenz von Herrn Wunsch gezweifelt wird, ist mir schleierhaft. Herr Wunsch ist d e r Experte, wenn es um die Wirkung von Licht auf Lebewesen geht. Seine Webseite ist sehr zu empfehlen.

    Ich kann einfach nicht zusehen, daß sich selbst aufgeklärte, intelligente Menschen vor den Karren der Lampenlobby spannen lassen, und im Namen des Umweltschutzes und um den Klimawandel zu verhindern, gegen die bewährte Glühlampe zu Felde ziehen. Es wird im Schnitt von 5% des gesamten Energiebedarfs eines Haushaltes gesprochen. Ausgerechnet an den 5% noch sparen zu wollen, ist einfach nur hirnrissig. Elektrische Zitruspressen, Zahnbürsten, Rasenmäher, Bleistiftanspitzer, Wäschetrockner und und und… Da gibt es jede Menge Zeug, das eigentlich für Schwerbehinderte gemacht sein sollte und was dazu beiträgt, daß die Menschen immer mehr degenerieren. Da ließe sich eine Menge sparen!

    Ach ja, und daß blaues Licht leistungssteigernd wirkt, ist nicht neu. Herr Wunsch nennt das „Lichtdoping“, und wird zur großen Begeisterung von Firmenchefs eingesetzt. Aber wer will abends zu Hause weiter durch Energiesparlampen gedopt werden? Gedopt schläft´s sich nämlich nicht besonders.

    Immer wenn es was umsonst gibt, sollte man doch langsam stutzig werden:

    -Atomkraft, so schön billig

    – Asbest, macht sogar Bröselkekse zu Beton, toll

    – Süßstoff, fressen ohne dick zu werden

    – und, fast hätte ich sie vergessen, die Energiesparlampe, hell und sooooo billig.

    Na, dann gute Nacht EU

    Christoph

  • avatar Glasei sagt:

    Ja ! Weg mit dem Glühlampenverbot !
    Zum Glück konnte ich bisher die Verwendung dieser stinkenden Quecksilberbomben recht weitgehend vermeiden. Was nun die 90% Abwärme betrifft, habt euch nicht so.
    Licht ist von Natur aus eine Art der Wärme. Alles was leuchtet, wird warm. Mal mehr, mal weniger. Und dieses Weniger bezahlt man auch wieder mit einem Weniger an Licht. Außerdem gibt es bislang auch keinen vollwertigen Glühlampenersatz.
    Ganz im Gegenteil. Habe ja selbst ESL, LED und was auch noch ausprobiert.
    Aber an echtes Glühlicht kommt das alles *nicht* heran.
    Ein kurzes Wort noch zur Energieffizienz. Erinnert euch an den ersten Satz Energielehre: Wo Leistung rauskommen soll, muß erstmal Leistung rein.

    In diesem Sinne

  • avatar eric sagt:

    Wie schon erleutet sollte man den Verbraucher entscheiden lassen. Weder Glüh noch Sparlampen gehören verboten. Es wurden nicht mal die Bürger befragt ich meine das ist doch eine Demokratie, wobei ich langsam anfange an der Behauptung zu zweifeln. Ich möchte endlich wieder im Baumarkt stehen, in dem ringsherum alles voll mit Glühlampen ist. Zudem stinken Energiesparlampen die angegebene Lebenszeit stimmt einfach nie und sie sind schwerer und größer als Allgebrauchs-Glühlampen. Der helle Wahn mit den Sparlampen sie rechnen sich nicht, bei nur kurzer Brenndauer z.B. Flur oder Abstellkammer bei den teuren LED ist es nicht anders.

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